t plus 180

sechs monate zurück in deutschland (na gut, in einer woche)!!
vieles hat sich schon relativiert: ich laufe wieder auf der rechten (haha) seite des fußweges. ich freu mich nur noch einmal die woche ganz unvermittelt über die tolle klare frische luft. mir fällt erst auf, dass die deutschen fancy und schick sein müssen, wenn ich nicht-europäer sehe, die es nicht sind (nicht sein müssen).
die regnerischen tage setzen mir zwar noch nicht allzusehr zu (wir haben ja auch glück mit dem deutsche sommer dieses jahr!), aber die warmen sommertage genieße ich doch sehr bei stetig wachsender angst vor dem winter…
als größten entwicklungssprung nehme ich die freude durch die straßen zu laufen, egal wann, egal wo. die angst/beklemmung ist weg. 🙂

bin ich angekommen? klares „nein“. ich habe grundsätzlich das gefühl, vom einfinden so weit enfernt zu sein wie ein inder vom fkk.
es fällt extrem schwer, (s)einen platz zu finden. das lässt sich auch nicht wirklich herstellen mit geregeltem arbeitsleben und so. da fehlt einfach immer noch ein stück. ob das drüben im subkontinent geblieben ist oder auf dem weg zerbröselt, kann ich nicht sagen.

ein bisschen sorgen macht mir (unter anderem, die deutschen sorgen sich ja gern und da bin ich auch keine ausnahme) der wachsende abstand zu indien. jaa, gut, ich bin genau wegen diesem abstand zurück gekommen, aber nach den ersten wochen des notwendigen „abstand nehmens“ hätte ich doch mit mehr einbindung gerechnet. aber das ist eigentlich kaum der fall und ein urlaub für diesen winter im land und bei den freunden, der eigentlich fest eingeplant war, rückt im weiter weg.
was bleibt denn da am ende übrig frage ich mich? außer die lücke selbst, die mir immer noch, nach 6 monaten die verbindung zum hiersein in deutschland zumindest teilweise extrem erschwert.
so viele jahre müssen doch irgendwie auch einen abdruck hinterlassen. oder bin ich dafür vielleicht auch wieder zu ungeduldig? will schon wieder resultate sehen bevor der braten verdaut ist?

ich versuche mich dem nervigen grübeln zu entziehen, indem ich mich einfach auf einen neuen kontinent stürze! es gibt ja genug. hatte ud habe insgesamt 10 jahre mit der beschäftigung mit indien zu tun und wenn ich jetzt 10 jahre in südamerika investiere (wahrscheinlich eher 15, sind ja mehrere länder im spiel) dann bin ich schon ende 40 und hab dann vielleicht noch die kraft für afrika?
klingt ein bisschen größenwahnsinnig? finde ich gerade total logisch. und zumindest vorwärst orientiert.
ich erinnere mich jetzt auch so langsam, dass das verdammte grübeln und im eignen saft gesule einer der gründe war, warum es mich wegtriebt von hier. das „eigentlich-alles-notwendige-zur-verfügung-haben-aber-nichts-daraus-machen-können-weil-ständig-überreflektieren“ ist nichts wozu ich zurück zu kehren bereit bin. geht aber schon los langsam…. :/
das heisst nicht, dass ich zum grenzwertigen dasein im engergiefressenden mumbai zurück wollen würde…nein nein, aber es muss ja auch noch was anderes geben. nicht wahr?

drückt mir also die daumen freunde, dass ich dem deutschen fancy-ism nicht komplett verfalle, meine mitte wieder anständig definieren kann…und zwar in den nächsten 6 MOnaten bitte…und die welt da draußen weiter nach mir ruft.

winkend

anja

Advertisements

what a life we’re living

auf der bandra station tummeln sich verschiedenste bettler. morgens andere als abends. meistens muslime, ein muslimischer slum ist gleich angedockt und expandiert gerade wieder.

am anfang kam es mir vor wie ein sammelsorium an grausamkeiten, wie ein gruselkabinett. die verstümmelungen und das ausmaß an elend, was sich dort versammelt, ist für das europäische auge ein schock. man guckt lieber weg. kann es trotzdem nicht und muss doch irgendwie da durch. jeden morgen.

stück für stück habe ich mich daran „gewöhnt“, kenne die einzelnen alten blinden männer inzwischen gut und ihr stetig brummendes „allaaah“. sehe immernoch bewusst bei den frauen weg, die kleine schmutzige babys in den armen halten und bin immer wieder erstaunt, in welchem ausmaß der menschliche körper deformiert werden kann.

einzelne „fälle“ wie folgender verarbeitet man aber wohl nie:

ziemlich zentral inmitten der stetig rauschenden menschenmenge liegt gelegentlich ein kind, ein mädchen. als ich sie das erste mal bemerkte, hatte ich für die stunde danach einen kloß im hals, denn dieses mädchen besteht eigentlich fast nur aus einem rumpf, der die größe einer 4jährigen hat, geschätzt.
mein erster gedanke war: contergan! denn die arme und beine sind im ansatz schon vorhanden.
seltsam babylike  wackelte sie mit dem unterleib hin und her, der in eine art windel gewickelt war.
keine mutter weit und breit.

viele male traute ich mich nicht richtig hinzusehen, erhaschte im vorübergehen einen kurzen blick auf das mädchen.

immer lag sie dort allein

immer wackelte sie mit ihrem unterleib

manchmal hatte sie eine babykappe auf, aber nach und nach konnte ich erahnen, dass sie durchaus kein baby mehr ist.

um so öfter ich einen kurzen blick in das gesicht des mädchens warf, wurde mir stück für stück bewusst, dass es kein mädchen ist….
sicher auch noch keine frau, aber wohl deutlich älter als 3 oder 4 jahre.

nun fingen die gedanken an zu wandern.

jemand muss sie dort regelmäßig ablegen, allein schaffst sie das wohl kaum. ist dieser jemanden auch verantwortlich für ihr erscheinungsbild als kleinkind? sicher, ein baby erregt mehr mitleid.
was für ein leben lebt sie und ist ihr bewusst, wie sie dort präsentiert wird? ist es ihr egal? ist das eben die art, wie sie ihr geld verdient oder doch wesentlich mehr?

ich sehe sie jetzt nicht mehr als eine der vielen armen kreaturen in dieser stadt, sie ist…ja, ein mensch, eine person geworden. ich nehme an ihrem leben keinen anteil, aber sie hat ein gesicht.

was für ein seltsames leben wir leben.


wochenendblues

Internet, mein heimtückischer Geliebter. Erst Gemeinschaft und Verbundenheit heucheln (immer und wirklich von überall!) und dann, wenn du wirklich gebraucht wirst: entschwinden.
Das erste Wochenende in der Ferne war schon immer das schlimmste. All das bricht weg, was ich mir mühsam in den letzten 6 Monaten wieder und lieb gewonnen habe. Das Wochenendenetz fängt mich nicht auf. Ich kann nicht spazieren gehen. Es regnet stark, ist schwül und ja, es ist Mumbai (keine Bürgersteige, Parks um die Ecke oder kleine Cafés zum ausruhn). Ich kann keine Freunde anrufen, um mich auf den neuesten Stand bringen zu lassen und TV nervt. Ich sehne mich nach einem kurzen Plausch im Netz und ausgerechnet jetzt streikt die Internetverbindung! Facebook, Skype wo seid ihr? Ein kurzer Plausch im Chat würde mich schon entschädigen, aber nichts geht. Alle halbe Stunde versuche ich mein Glück erneut und scheitere. Suche verzweifelt nach Alternativen, doch ein neuer Rhythmus ist noch nicht gefunden. Ich hab die letzte Neon aus der Bibo ausgeliehen und stelle eigentlich nur fest, dass die mir noch nie so recht gefallen hat. Wahrscheinlich eine Altersfrage, auf jeden Fall bin ich in allen Artikeln anderer Meinung und blättere lustlos durch die Seiten. Mag auch eigentlich nicht wirklich lesen, will mich ablenken, leicht unterhalten werden und mich vielleicht auch etwas austauschen. Das reicht doch schon. Ein Wochenendbier mit Freunden scheint mehr als nur 6000km entfernt und ich hab schrecklichen Durst auf ein simples Bier. Auch egal ob Warsteiner, Radeberger oder Becks.
Gott, können Tage lang sein, wenn man noch keinen Platz in ihnen gefunden hat und die einzigen festen Termine „Duschen“ und „Frühstück, Mittag, Abendbrot“ heißen. Ich hab immer noch nicht richtig ausgepackt und scheue mich auch davor. Beim heutigen Versuch blieb ich an den Kleinigkeiten hängen und schluckte als ich die bunte Geburtstagskarte meiner Schwester in den Händen hielt. Die sollte einen besonderen Platz an der Wand bekommen, erinnert mich im Moment aber nur daran, dass sie nicht da ist. Deshalb packe ich sie zurück in den Schutzumschlag. Auch deshalb, weil die Wohnung schrecklich feucht ist und ich Angst habe, dass sie nach einer Woche labberig von der Schimmelwand glotzt und mich verhöhnt. Also klebe ich nur die Postkarte „Hirn will Arbeit“ mit Klebestreifen an die Wand. Hab sie bei einem Freund in Düsseldorf in der Wohnung entdeckt und eingesteckt. Wenigstens habe ich jetzt Wandklebefreiheit. Das Haus soll bald abgerissen werden und es schert sich niemand um die teure (hah!) Wandfarbe.
Erst freue ich mich, dass meine Mitbewohnerin mit ihrer Mama zu Besuch ist, fühle mich dann aber auch nur extrem eingeschränkt und in Verhaltenszwang. Bin fast froh, als ich dann allein in der Wohnung sitze. Nur ich und der Lärm von der Baustelle gegenüber, der mich daran erinnert, dass hier das Leben weiter geht. Ob es mir passt oder nicht. Ab und zu hüpft eine nasse Krähe auf das Gerüst vor dem Fenster und krächzt mich an: ey, Dude, was geht? Ich zucke die Schultern: nichts.
Aber ehrlich, ich hatte auch schon schlimmere erste Tage. Als ich 2007 das erste Mal nach Mumbai kam und zunächst im Hostel wohnte für drei Wochen, hab ich mich in den Schlaf geweint so manche Nacht. Ganz leise natürlich, hatte ich doch so lange dafür gekämpft jetzt dort zu sein, wo ich nun war. Wer hätte gedacht, dass man sich so einsam und wirklich allein fühlen konnte. Das war mir in dieser Dimension vollkommen neu. Gut, soo schlimm ist es diesmal nicht. Ich kann mich immerhin rüber zu Anand-Bazar quälen, um eine riesen Coke zu kaufen und entdecke die tolle Gurken-Bodymilk, die ich bei zwei weiteren Freunden aus Köln, die im Jahr zuvor in Mumbai waren, benutzt habe und dann überrascht feststellte, dass die aus Indien ist. Aber zum Tante-Emma-Laden-Shoppen habe ich irgendwie auch keine Lust. Dabei sind diese kleinen Läden, die hier immer mehr durch riesige Malls verdrängt werden wirklich eine wahre Fundgrube. Da findest du wirklich alles und kannst danach auch lange und nach Herzenslust suchen. Oder dir einen der Deliveryboys schnappen (muss ich erwähnen, dass man sich hier wirklich ALLES nach Hause liefern lassen kann? Anruf genügt!) und ihn delegieren. Nee, ich tapere mit der Coke und einer lieblos ausgewählten Packung Pasta wieder heimwärts. Ob ich‘s nochmal mit Internet versuche?

Boah, wann ist wieder Montag!?

anya

ps/nachtrag: wer aufgibt wird belohnt…oder so. um halb zehn noch ein wager versuch, der zum erfolg fuehrte…ich bin online!!!


with a little help…

ich geb mir jetzt mal echt mühe, denn dieser artikel ist schon lange überfällig und wichtig und soll nicht, wie der letzte beitrag (zum thema ämter/bürokratie) als karteileiche verwuchern. so, also hiermit: pionierauftrag an mich!

ganz allgemein: wenn man als mitteleuropäer meiner generation nach indien fährt und dort mehr als nur die zwei harmlosen wochen „goa-beach-holiday“ verbringt, stößt man unweigerlich auf das was als fremde kultur beschrieben wird. darüber einen simplen blogeintrag zu verfassen scheint geradezu vermessen. ja, so bin ich!
oder eben auch nicht, denn es geht mir hier um einen bestimmten aspekt und dabei viel mehr noch darum, etwas an meinen eigenen vorurteilen zu arbeiten. dagegen lässt sich doch nichts einwenden, oder? 😉

stichwort: familiäre strukturen.
bisher hat mir eigentlich noch niemand in mumbai vorgeworfen, wir europäer wären doch herzlose, vereinsamte individualisten (das mit dem individualismus ist ganz im gegensatz zum westen dort durchaus als abwertend zu lesen). und trotzdem stoße ich sehr oft an unverständnis und manchmal sogar mitleid. wenn ich zum beispiel versuche zu erklären, dass es kein todesurteil bedeutet, als scheidungskind aufzuwachsen. das es ganz und gar kein stigma ist, mit über 30 noch als single durch die welt zu laufen (ich lasse die kehrseite dieser blau-grauen medaille jetzt mal außen vor). das sich eltern nicht zwangsmäßig verstoßen fühlen, wenn kinder sich für ein leben in einer anderen stadt und in den eigenen vier wänden entscheiden entscheiden. fast schon wird der umgekehrte fall als abnormal empfunden.
ich kämpfe also in gesprächen für das herz der westler. erkläre sachverhalte, die ich vorher selbst nicht großartig hinterfragt habe und die sich als komplex erweisen. woher kommen all die singles? wohin wird das führen und wohin gehe ich eigentlich als alte frau? Wer ist für mich da, wenn es mir schlecht geht und ist das alles ok so?

nach längerer zeit empfindet man auch ein wenig mitleid für die armen armen einsamen westler.
aber auch totales unverständnis beim dem gedanken daran, das ganze leben nach ein paar älteren verwandten zu richten. von vorn bis hinten von deren urteil abhängig zu sein…..wie immer also ein hin und her.

ich versuche also die bedeutung von freundschaften hervorzuheben und den zwar anders gearteten aber doch vorhandenen (freiwilligen?) zusammenhalt der familie. hinzu kommen sozialstaat und auch die erlernte fähigkeit, sich auch selbst durchzuboxen (evolution?).

trotzdem denken wir zuerst an uns. das prinzip „jeder ist sich selbst der nächste“ ist fakt. wir sind individualisten.

ich will hier eigentlich nicht weiter in soziologischen vermutungen herumwurschteln, das sollen andere tun.
mir ging es dabei insgesamt mehr um die tatsache, dass ich neulich feststellte, dass ich einige dieser fern-östlichen vorurteile bereits adaptiert habe und nun erschrocken feststelle: moment, so herzlos sind wir doch gar nicht!

wir sind sehr liebenswürdige und vor allem hilfsbereite menschen. die bandbreite geht vom schnack mit kaffee über übernachtungshilfe, zuhörbeistand bis zu tatsächlich eingemachter finanzieller hilfe. ich hab soviel unterstützung bekommen in den letzten monaten, dass ich mir eine träne aus dem eigenwinkel wische und total kitschig zur dankesrede aushole…

wer mag, kann sich nun also gelangweilt einer anderen seite zuwenden oder sich mit mir freun, dass ich gestern nach einem schönen kneipenabend zurückradelnd dachte: hey, ich bin nicht allein!

d a n k e
zuallererst natürlich meiner mutti und meiner schwester!
nach städten sortiert gehts an: leipzig-sabeth, jana&clara, luisa, ricarda, uli, thomas. magdeburg-mandy, sanny, manu, sebastian. berlin-berit, gabi, klaus, rebecca, fabian. potsdam-ronny&ronny. bremen-sonja. düsseldorf-maki, stefan, moritz. köln-ronni&till, christian.

anya


das rascheln meiner mutter

für meine mutti

Ich bin nunmal tendenziell eher ein Nachtmensch. Keine Neuigkeit. Egal, wie sehr ich mich bemühe, vor zwölf komm ich selten ins Bett (und muss es oft auch nicht). Meine Ma allerdings steht sehr früh auf und fällt, egal wie sehr SIE sich bemüht, gegen 22uhr deutscher Zeit in einen wohlverdienten Tiefschlaf.
Das hat zur Folge. dass wir eigentlich nie zur selben Zeit ins Bett gehen. Ehrlich gesagt, kann ich mich an das letzte Mal als dies der Fall war, nicht mehr erinnern. Schade eigentlich, denn dort werden doch die schönsten Geschichten erzählt-beim Einschlafen. 🙂

Allerdings kommt es als Folge dessen zu diesem mindestens ebenso anheimelnden Ritual:
Nachdem ich mein Badritual beendet habe (immer dieses verdammte Zähneputzen!) schleiche ich ins dunkle Zimmer. Der Lichtschalter im Flur knackt immer etwas zu laut und die Tür quietscht in einer Art, dass ich immer befürchten muss, die Maharani zu wecken…
na dann würde ich vielleicht was zu hören bekommen!-Unverständlich, aber zornig!! 😉
Also schnell mit Schwung die Tür zu.
Umdrehen. (180°)
Einen guten Schritt vorwärts in Richtung schemenhaft erkennbares Fenster. Die rechte Hand tastet nach unten zur Bettkante. Schon einige Male habe ich mich dort böse gestoßen! Und fluchen geht ja nicht wegen Löwen-Mama, also Obacht!!
Langsam, laaangsam links von der Bettkante entlang schleichen. Eins, zwei, drei Schritte.
Wieder abbiegen, der Kante folgend.
Noch mal zwei Schritte. Ah. fast geschafft. Vorsichtig hinsetzen.
Falls Handy, Glas Wasser oder Taschentuch abgelegt werden muss, kann das vorsichtig auf 2Uhr erledigt werden. Des öfteren habe ich schon den einen oder anderen Gegenstand auf den Tisch gedonnert, weil ich die Höhe unterschätzt habe…RUMS.
Jetzt erstmal hinlegen.
Dann möglichst rasch eine bequeme Liegeposition finden. das ist sehr schwierig für mich, ich bin ein Wühler…

Und wenn ich dann Glück habe, kann ich nun einem der beruhigensten Geräusche dieser Welt lauschen: dem gleichmäßigem Atmen meiner schlafenden Mutter.

Wenn ich allerdings Pech habe, lausche ich dem wohl zweitschönsten Geräusch dieser Erde: dem Schnief-Schnarchen meiner Mutter. Sie ist keine von den Säge-Schnarch-Ratzern, nein nein. Eher eine Fieb-Schnief-Vertreterin.
Ich weiss nicht, wie es anderen Betroffenen damit geht, ich allerdings, weiss dann nie, wie ich mich verhalten soll. Natürlich stört es mich und die Beschäftigung damit hält mich wach. Ich kanns nicht einfach ignorieren, geht nicht.
Ich trau mich aber auch nicht, etwas zu unternehmen. Der Schlaf  (der Mutter) ist heilig, oder?
Und ein zweites Gefühl hindert mich: Mitleid.
(Nein, nicht mit mir selbst!)
Denn wie in so vielen Dingen bin ich auch hier sicher, ihr in diesem Punkt zu folgen. Und wer wird sich dann so viel Gedanken um mich machen? Mmh? Die einzelnen Nuancen der Schnief-Röchel-Ratzerei erörtern und noch wichtiger: ruhig beseelt einschlafen, wenn ein gleichmäßiger Atemzug dem nächsten folgt und sich denken: könnte ich diesen Moment doch nur konservieren…

anya