is that real life?

meine güte, soviel veränderungen auf einen schlag bewirken eine allgemeine verwirrung in meinem paralleluniversum.
definitv größte neuerung: sommer! stampf da kann man mir erzählen, was auch immer im buche steht… da brummt das herz, da fliegen die beine, da swingt der bauch! da stimmts einfach!
ich weiß nicht, wie es dem rest der welt damit geht (who cares 😛 ), aber ich bin jetzt einfach ein anderer mensch mit anderen körpergefühl und anderem seelenleben. besser? besser!!

zweites remmidemmi-thema dieser tage…sagt mal, was liegt denn momentan in der luft, dass soviel promis das zeitliche segnen? an der schweinegrippe kanns wohl nicht liegen und auch nicht an malaria aus indien, aber irgendwie häuft sich das immer und hinterlässt eine leicht bitteren beigeschmack… 😕

und ich fühle mich ein bisschen, als hätte ich mir ein neues haustier angeschafft. man denkt vorher darüber nach, zweifelt kurz vor dem kauf nochmal ordentlich (was wenn…?) und dann ists da, das ding und will sozialisiert werden. ich muss dazu erwähnen, dass ich auch mit tieren (ja, auch wenns sie gaaanz süß sind) und kindern und überhaupt erst stück für stück warm werde. hab ich sie dann einmal ins herz geschlossen, muss man sie mir auch wieder rausschneiden, aber dieser platz muss verdient werden. also ist eine aufwärmphase notwenig. warum erzähl ich das alles? ganz einfach. ich habe mich tätowieren lassen und wundere mich jetzt ständig über das fremde ding an meiner schulter. guckt man 31 jahre nach links…nix. gucke ich seit zwei tagen nach links: huch!
das kommt unerwartet. ich finds nicht hässlich, ich finds nicht schön, es ist einfach noch fremd. aber ich bin sicher, wir beiden werden noch freunde. denn schließlich hab ich mir ja vorher auch ein zwei gedanken gemacht 😉 und ehe jetzt jeder fragt: nein, ich werd jetzt keine wer?was?wann?wo?wie? fragen beantworten. spart euch die spucke. (einzelheiten gibts bei bedarf und nur wenns mir passt )
…meine güte, immer diese fananfragen…

und weil ja sommer ist, verlieb ich mich bestimmt auch noch bald und finde holterdiepolter einen total abstrusen job, nich wahr?

für ersteren fall übe ich schonmal floskeln und rufe auf, mir anregungen zukommen zu lassen zum thema „wie sag ichs der pappnase, die den mund nich aufkriegt“
variante unauffällig: mir ist was ganz dummes passiert…. ich hab mich verliebt…in dich… HAHAAAAA smiley_emoticons_pfeif2

ich entlasse meine leserschaft für heute mit einer neuerlichen weisheit von youtube. stichwort: is that real life? – yes it is.

winke winke
anya

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ich weiß, ich weiß…

…ich muss dringend wieder bloggen! 😐

aber ich komm zu nix, mögliche ausreden also:
Geburtstag!!!
entzündete Zahnwurzel!!!!
Zukunftspläne. 🙂

die zeit steht gottseidank gerade nicht still, energielevel also i.o. 😉

zwischen durch, als werbeanreiz sozusagen, hier was passendes aus dem indischen filmbereich (was sonst).

bis dahin: rock on!

smiley_emoticons_winken4 anya


lost mind

(web-dialog)

A:being happy, being abundant, being rich and being successful are all decisions…not mere happenings

B:i think it’s a nice and good thought but i don’t believe in it…not completly… (doubtfulyl as usual 😉 )

A:THAT( doubting or not) is also a decision. Believing or not- that’s a decision too. 😀

B:and THATis too philosophical! 😉
i’m not a hugh fan of this „all is possible“…sorry…may sound cynical but my life (until now) proves it…it’s not all possible. maybe more than we think and we should decide for the possibilties (not for the impossibilities) …

nehmen wir also an, es ist samstag abend. und nehmen wir an, dass unsere heldin wiedereinmal einkaufen geht für einen gemütlichen abend zu hause mit jeder menge bumchakbum bei einem glas rotwein… soweit sogut.
und plötzlich (warum eigentlich?) fällt ihr ein, dass ja samstag ist…also der tag in der woche, wo millionen von deutschen bürgern es gerade als ihre pflicht ansehen, einen drauf zu machen. der partysamstag, die hüpfparade, der kulturabend, das saufgelage, die vorlage zum sonntäglichen kopfschmerz… whatever 🙄
nun merkt unsere tapfere single-heldin, dass ihr das eigentlich vollkommen wurscht ist und sie sich eh schon nicht mehr daran erinnern kann, wann sie das letzte mal aus war…nagut, daran vielleicht schon noch (vor ein paar monaten..?), allerdings nicht mehr an das letzte mal bei dem sie auch spaß hatte…also wirklich partystimmung… 😕
und dann (achtung jetzt wirds vielschichtig) sieht sie sich von aussen…also ganz geistig von äußerlich drauf und merkt, wie furchtbar das ist und das sie jetzt eigentlich traurig darüber sein sollte… „sei jetzt gefälligst traurig“ und husch schwebt ihr vielgebildeter geist zurück in den körper und tut dort was? natürlich: trauer verbreiten.
von drinnen rufts also: „das ist das alter“,“ nich so schlimm“ oder auch „das geht vorbei“…und von draußen schallts zurück „du musst endlich was ändern“, „ganz schnell wird das zu gewohnheit und dann kommst du da nicht mehr raus“ oder auch sehr gern „willst du das wirklich“???…

tja, was will sie wirklich? auf jeden fall 80% von dem NICHT, was sie jetzt in unmengen hat. keinen geregelten tagesrythmus, kein geld, keine sonne, keinen mann (ja auch das gehört zum glücklichsein dazu) und keine karriere…keinkeinkein…
otto formulierte einst so treffend: kein geld? kein job? kein ahnung, wies weitergehen soll? seine lösung sieht folgendermaßen aus:

ja, ein bisschen guter deutscher humor ist hier durchaus nicht fehl am platze…hilft aber letztlich nicht weiter.
es muss also was passieren.

zwei weitere begegnungen (freunde bekommen kinder, ausgewanderte betonen das einfache glück) bewegen die verlorene seele schließlich dazu, einen entschluss zu fassen: sie wird sich in die arbeit stürzen! jawohl! undzwar nicht, um als workaholic sehr bald an herzkolaps zu krippieren oder unheimlich viel geld zu scheffeln (also sein wir doch mal ehrlich, das sinnlose anhäufen von finanzkapital ist doch auch schon reichlich überaltet), sondern…jawohl, ich spreche das hier aus: um glücklich zu sein! guter plan? naja, mal sehen (und schonen schleichen sich wieder erste zweifel ein, diese pestizide jeder gesunden seele).

das erstaunliche fazit dabei lautet eigentlich: sie traut sich eben nicht zu, weiter an die liebe zu glauben, allerdings durchaus, was aus ihrem leben zu machen und darin auch glück zu finden…
und das wollen wir ihr an dieser stelle auch wünschen: viel glück!

a.

epilog: das ist die stimme zur lebenssituation: kailash kher. unglaubliche stimme! nicht genaus das lied, was passt, aber die meisten hier werden eh nicht wissen, was er singt. also augen zu und durch! ausserdem ist es dasjenige, mit dem ich mein erstes selbstgeschriebenes stück anfangen lassen wollte…eine reihe mit schauspieler klagesingt sich auf die bühne…
(ich fühle mich eigentlich die ganze zeit als würde ich zähneputzen und ein engel würde an meinem fenster vorbeiflitzen…)


search for identity! – die suche nach dem mich.

ich finde ja jede woche aufs neue heraus, was eigentlich das schlimmste daran ist, arbeits- und weitestgehend orientierungslos zu sein.  aha um dann nach ein paar tagen festzustellen, dass es mir doch eigentlich auch total gut geht und ich verdammt noch eins die jammerklappe zumachen und die energie-pläne-schleuder aufmachen sollte! jaja…und täglich grüßt das murmeltier…
das hier sind also die erträge dieser tage: ich denke, dass ich einfach genug zeit (und auch noch die nötigen ambietionen!) dazu habe, mich ständig mit der frage zu beschäftigen, wer ich eigentlich bin und was/wohin ich will. die jahrtausende alten fragen also. NUR, wäre das ja alles ausgeschaltet (und somit auch unnütz), wenn ich eben etwas anderes (SPRICH: arbeit) zu tun hätte. dann würde dieses denken auf wenige sekunden vor dem einschlafen (a la: was mach ich hier eigentlich) zurückgeschrumpft werden und alles wäre in seinem philosophisch selbstkritisch angemessenen rahmen. dem ist nun aber nuneinmal nicht so.

heisst die lösung also einfach nur: arbeiten? irgendwie, irgendwo? angesichts der doch weit verbreiteten, sich selbst zerfleischenden arbeitsmoral, die an  so vielen tretmühlen arbeitsplätzen herrscht… skeptisch fällt es leicht zu sagen: nö.
und das tun wohl auch recht viele hier. da ich aber jetzt keine sozialedemokratische  arbeitslosendebatte anfangen wollte (obwohl die auch mal fällig wäre), wieder zurück zu meinem eigenen dasein. (ja, es geht hier um mich! :mrgreen: ) ich jedenfalls arbeite schon auch gern und sehe mich nun im zwiespalt zwischen freier geistiger entfaltung und energiemäßiger unterforderung. und was passiert laut darwin mit nicht genutzten ressourcen? richtig, sie verkümmern.

heisst das ausserdem, dass die ständige auseinandersetzung mit dem eigenen sein zum scheitern verurteilt ist? mein güte, jetzt wirds aber….uff…jaja, so schlimm ists schon.
aber im ernst: ich finde diese art des denkens, diese auseinandersetzung sehr westlich und besonders europäisch. sie kann eben nur in einem bestimmten sekulären wohlständischen gesellschaftlichen umfeld blühen. hat auch was mit einer gewissen sättigung zu tun. und das bringt mich immer wieder zur frage: ist das gut so und noch mehr – führt das irgendwo hin? also entwicklungstechnisch? und führt das doch immer nur weiter zu einer gewissen (über)sättigung… (die uns westlern ja durchaus zurecht auch vorgeworfen wird)
und natürlich frag ich mich auch, warum mir das in mumbai nicht so gegangen ist. ein bisschen zu arbeiten hat ich ja schon auch (vielleicht genau die richtige menge?), aber eben auch seeeehr viel zeit für mich. wie groß ist der einfluss der von außen ständig auf einen einprallenden eindrücke der extremsten sorte? also hier die frage an meine lieben nrg’s (non resistent germans): wie oft stellt ihr denn eurer dasein so ganz generell in frage? 🙄 so ganz allgemein…? lässt sich da ein unterschied zu deutschland feststellen?

lieber hüter: lass es weisheit regnen!
saraswathi, die göttin der weisheit und der künste! ich muss ja schon gestehen, dass mich diese musik nicht ganz unberührt lässt…aber keine panik, ich werd nicht mit einem zöpfchen und glöckchen behangen demnächst durch die einkaufszone tänzeln…obwohl, dass ich auch eine ARBEIT, richtig?
und da es so viele gibt…einfach eines…ausgesucht…schöne bilder und ein bisschen klingklang am montag!

schöne woche allen!

anya


meine schuhe sind aus spanien…

gestern hatte ich wieder einen jener reflektiven tage, die mich die umwelt von aussen sehen lassen… das kommt dabei heraus:

nach einigen sehr schönen und fast sommerlich warmen tagen (na gut, um der deutschen mäkeligkeit 😕 recht zu tun, könnten es schon noch ein paar grad mehr sein..) war es gestern zeit für regen. der himmel verdunkelte sich und in stetigen großen tropfen fiel der regen. „schön“, dachte ich. denn so ganz  anders ist diese nasse dunkelheit im vergleich zur winterlichen düsterniss. die natur ist inzwischen in frisches grün getaucht und die luft wird durch den regen nun…. keine worte…einfach toll! 🙂
ich bekomme also lust auf einen regenspaziergang, zieh mich warm an und spanne meinen casablanca-regenschirm (den ich irgendwann mit 14 oder so in einem der damals sehr beliebten kataloge bestellt habe…ein klassiker!)…ab durch den park mit ein paar alten hindi klassikern im ohr…wie dem hier:


(für alle unwissenden: ein mann muss überredet werden, dass die frau seines lebens bereits per himmlischer intervention bestimmt wurde! 😉 einfach ein wirklich genialer song…gänsehaut ist sicher…also bei mir 😉 ab 2:30 bin ich mit dem herzen immer anderswo… aha )

das schritttempo hat das perfekte maß und eine fröhlichkeit stellt sich ein. ich pfeife mit. mir doch egal, was die leute denken! smiley_emoticons_pfeif2
im anschluss gibts ein treffen bei freunden. einfach zusammen sitzen, pizza, ein bierchen und ein bisschen quatschen. auch wenn das wieder ein bisschen nach floskelhausen gehört, aber das ist wirklich eines der dinge, die ich seit dem halben jahr in mumbai zu schätzen weiss. das ist nicht selbstverständlich!
und später werden wir sogar nach hause gefahren!
ich schaue also auf die (floskelhausen!) lichter der stadt und stelle fest, wie schön sie ist und wie gut es mir geht. ich fühle mich wohl und bin mir mal wieder seit langem bewusst, dass ich im herzen doch eine deutsche bin. und das ist in ordnung so. auch wenn drumherum eine meeeenge andere dinge platz haben und mich letztlich ebenfalls ausmachen.

und am ende bleibt ein fröhlicher song (diesmal sogar mit englischen untertiteln und immernoch mein handy-klingelton! 🙂 raj kapoor sei dank. und anbei bemerkt eigentlich schon fast ein globaler liedgedanke aus dem jahre 1955!!)

smiley_emoticons_winken4 anya


yedl (alvida?)

mein dasein kommt mir im moment vor wie eine aneinanderreihung von gestrigen momenten, die ich schon zigmal erlebt und hinter mir gelassen habe. wie eine rückspulversion in slow motion vor meinem inneren auge.
ich schätze, das ist so, wenn man sich in einer reflektiven umbruchsphase befindet, in der man auch noch unheimlich also eigentlich vielzuviel zeit hat, sich ausführlich allumfassend mit sich selbst zu beschäftigen…
zweck dieser übung ist es eigentlich nur, alles gestrige zu verarbeiten und sich bereit zu machen für den nächsten abschnitt. richtig? (hey, das sollte doch aber nur alle 7 jahre sein… :roll:) ich dachte allerdings, diesen abschnitt schon weitestgehend hinter mich gebracht zu haben. denkste! es arbeitet und arbeitet und arbeitet. steckt doch ganz schön viel in der kleinen birne fest. und ständig kommt neuer müll dazu….wie soll man denn da ordnung halten? smiley_emoticons_skeptisch1 ach, das nervt. genauso wie winter in dtl. da hab ich einfach keine geduld mehr für.
ich schlafe also trotz ausreichender möglichkeiten eher schlecht (zum glück träum ich nur von solch minder schweren verbrechen wie dem, in einem kuhkafftheater als alternder regieassistent zu enden) und verfluche die letzten augenblicke vorm einschlafen, in denen ein ganz ganz tief drin sitzendes mumbaigefühl hochkommt, das – ganz klar – schon sehr stark verfärbt ist in den letzten monaten. es ist mehr eine art sensorische erinnerung….laute, gerüche, augenblicke. ich weiß, dass man jedem, der sich gerade dort befindet, seltsam vorkommen, denn genau DAS ist es ja, was die überforderung im negativem sinne ausmacht bei einer stadt wie mumbai, aber trotzdem oder gerade deshalb sind diese eindrücke wahrscheinlich haften geblieben. und sie schmerzen süßlich….das kann ich sagen. auf der einen seite weiß ich, dass es nicht so ist….einfach nicht sein kann. auf der anderen seite wünsche ich mir nichts mehr, als sofort in ein flugzeug gen südosten zu starten, nur um nochmal den ausstiegsmoment zu haben und die taxifahrt um dunklen und all das… 😕
stattdessen verbringe ich quadrataugenmäßig viel zeit im netz und streiche mein zimmer (ja, das muss man sich auch schön einteilen!) und gehe spazieren…

hier noch ein paar blogfunde der letzten tage… 😉
der schlingensief-blog (nicht nur für theaterleute interessant)
noch mehr indien (helen in baroda/gujarat)
hab ich eigentlich den blog meiner namensvetterin schon verlinkt?
achja, das hier ist auch lustig: indische musik zum selber machen! 😀
und zum schluss noch etwas fürs auge: wirklich sehr schöne fotos sind zu sehen bei flickr…nein, NATÜRLICH NICHT von mir. sondern von „sternfahrer“, einem in mumbai lebenden inder. die sind wirklich wirklich toll. der „street mumbai“ ordner ist mein favorit.  zum beispiel das hier:

hier also das titelgebende video, das eigentlich nicht so wörtlich zu nehmen ist, sondern eher sinngebend…wie immer also… 😉 (ich guck halt auch grad wieder viiiiieeelll film)

ich sag also hoffnungsvoll: phir milenge!
anya


und manchmal…

…bin ich auch ganz froh, hier zu sein. es gibt noch denkende menschen in diesem land! juchu. sie sprechen eine sprache, die mich erreicht und meinen kopf in bewegung bringt. sie denken, atmen und schreiben, musizieren und produzieren. und freudig konsumiere ich dann. so wie es sich gehört für eine intellektuelle abeitslose!

hier also was neues/altes: von rocko schamoni und heinz strunk war hier an anderer stelle ja schon die rede. nun endlich wird es zeit, sich auch dem dritten im bunde etwas ausführlicher zu widmen: jacques palminger (schon farblich ist diese seite ein zugewinn in jeglicher hinsicht)

zuerst also ein video, was mich irgendwie seltsam berührt und gleichzeitig abschreckt. interessante mischung und schwer verdaulich-sprich: her damit!

ich weiß, ich hab grad außergewöhnlich viel zeit, aber ich wünschte mir, es gebe mehr zeit zum denken. mir tuts grad gut.
und hey, ich mach vielleicht dieses jahr einen hindi-kurs! (wenn ich das geld zusammen bekomme…denn wohl bekannt kommt erst das fressen und dann die kunst!)
soviel also zur idee „mehr körper, weniger geist“. pah!

und dann noch was schönes… das „lied für alle“

mehr davon herr palminger!

anya

ps: achja, hat jemand eine ahnung, wie es kommt, dass an einem tag auf einmal 250 leute auf deine seite kommen? ungemein viel für einen tag… aha