geist vs moneten ODER erst die kasse dann die kunst

jaaa, ich gebe es zu, ich bin idealist. ich weiß, das ist schon etwas old fashioned, aber das lässt sich leider nicht mehr ändern. ich lebe und brenne immer noch für meine projekte. und wenn sie untergehen, dann ich mit. dem ist so. macht mich wohl zu einer raren spezies. wer weiß, ob sie überleben wird…

zu diesen hilflos veralteten wertevorstellungen gehört auch die, dass diese welt kunst und kultur braucht. dass ein austausch notwendig ist und ja, dass da was bewegt werden kann. gut, wir reden hier oft von tippelschritten, vom kulturellen schneckentempo, aber mein idealometer sagt mir da: jeder schritt in die richtige richtung muss getan werden.

die momentane frage lautet: wie den mut nicht verlieren, wie weitermachen trotz diverser niederlagen?
wie gegen das gefühl ankämpfen, dass man für ein projekt für welches man sehr stark brennen muss oder es auch gleich sein lassen kann, vielleicht gar nicht gewollt ist oder anders: wie kann außenpolitik sich gegen kulturprojekte wenden, für wirtschaftsabkommen aber die tür aufhalten?
macht das alles sinn? die ganze arbeit und energie, die in einem einzigen filmabend in fremder kultur stecken und dem, was letztlich „dabei rum kommt“?

ich muss ehrlich gestehen, ich zweifle. zum ersten mal seit …überhaupt.

hat jemand schon länger als ich im geschäft und was kluges beizutragen?

hau, das alte zonenkind hat gesprochen (mit wort, bild und musik)
anya (pepa)

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4 Kommentare on “geist vs moneten ODER erst die kasse dann die kunst”

  1. teodoraa26 sagt:

    Hmm, das klingt gerade ein wenig nach „Ein Volk, daß seinem Theater nicht hilft…“ Ich denke, wenn man erkennt, daß ein Projekt einen ganz tief nach unten ziehen kann, dann sieht man dem nicht nur zu, wie einem gegen den Baum fahren in Zeitlupe und freut sich an seinem Idealismus, sondern man hat nebenbei noch Projekt B-D im Kopf, denn wenn dich die eine Sache zur Selbstaufgabe verzehrt, nutzt du selbst Projekt A nichts mehr… und wer weiß, vielleicht kann eine Projektaufgabe sogar der berühmte Schritt zurück bedeuten, mit dem der Weg dann auf einmal ganz einfach zu gehen ist…

  2. paralleluniversumanja sagt:

    mmh. vielen dank für deinen kommentar. musste ich erstmal ein bisschen drüber nachdenken.
    was meinst du mit dem schritt zurück?
    lg anja

  3. Daniela sagt:

    So. Erstens sehe ich den Artikel erst jetzt, weil ich ein ganz miserabler Blogleser bin… oder aber schwer beschäftigt. Das überlasse ich dir. Zweitens ist der Artikel arg kryptisch und ich bin mir nicht sicher, was genau du kritisierst. Drittens, sollte ich den Artikel richtig verstanden haben, dann folgt jetzt mein Senf dazu:
    Erinnerst du dich daran, wie du mal einen Konzertabend im Blue Frog beschrieben hast? Du hast gesagt, die Inder waren nur am Essen interessiert, kein Schwein hat der Musik gelauscht. Das ist dasselbe, was ich, weil ich ja so scheiß ehrlich bin und manchmal schneller rede als ich denke, Frau Dr. S. erklären wollte: Inder interessieren sich einen Scheiß für das, was da im MMB passiert. Die, die sich interessieren, brauchen kein MMB, weil sie engagiert sind. Und warum die Arbeit für all die Möchtegerns, die solche Veranstaltungen nur zieren in der Hoffnung, auf Seite 3 zu landen?
    Das ist die Wahrheit.
    Idealistischer und für dich definitiv hilfreicher ist es natürlich, wenn ich sage: bleib am Ball. Wenn Indien etwas braucht, dann sind es Idealisten – Menschen, die sich ihre Werte noch echt was kosten lassen und trotzdem nicht aufgeben… Es gibt so wenige davon in Eigenproduktion, wenn du weißt… Aber sicher weißt du das.

    Außerdem muss ich mich beschweren: Du hast SO viel Zeit und schreibst SO wenig!!

    • paralleluniversumanja sagt:

      dani, worüber soll ich denn schreiben?

      und dein, wie immer, sehr strenges urteil zum thema romantik in der kulturtarbeit lasse ich jetzt mal lieber unangetastet so stehen… 😉


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