first week over (already)

eine erste fahrt im local train unterrichtet mich über aktuelle fashiontrends und über die uuuunheimliche lange strecke, die ich ab morgen jeden tag zur arbeit vor mir habe…
rikshaw zur station: ca 15minuten, fahrt mit dem local train 1h (aber nur der fast train, die langsame version fährt 20 minuten länger!), dann noch 10minuten laufen…wenn ich also glück habe 1h30min…it could be worse..hain na?

erste fashionerkenntnisse: trendfarbe „petrol“ ist hier auch als nagellack sehr populär!

der kurze besuch im institut (deshalb die fahrt im zug) hat auch offenbart, was eigentlich schon klar war: ich hab alles richtig gemacht! überall freude über meine rückkehr und lächelnde gesichter. nagut, die inder sind im allgemeinen auch ein freundliches völkchen und ich bin schließlich gekommen, um ihnen arbeit abzunehmen….aber egal, immer positiv denken! und, es mag vielleicht seltsam klingen (zumindest kommts mir ein bisschen so vor), aber ich kanns kaum erwarten, dass es morgen losgeht.
jaja, gebt mir drei wochen….

dann samstag erste anlauf im frro. da ich hier länger als 180 tage verweile und auch noch arbeite, muss ich zum „einwohnermeldeamt“. wer deutsche ämter für bürokratisch hält (stichwort „papierkram“), der sollte eines in incredible india besuchen… ich hatte allerdings im vorfeld schon viel darüber gelesen und übte mich in buddhistischer geduld, denn natürlich hatte ich nicht alle notwendigen papiere dabei! obwohl ich mich selbstverständlich vorher online informiert hatte! was fehlte, ist auch keine kleinigkeit…ich muss jemanden im büro überreden, für mich zu bürgen, die volle verantwortung für mein handeln zu übernehmen etc…das würde nicht mal ich selbst für mich tun!! 😉 und auch diese person muss sich dann ebenfalls vor den behörden „entkleiden“ mittels identitätsnachweis, wohnungsnachweis…ja, da werd ich doch besser die freude über mein anreisen gleich die ersten tage ausnutzen, eh sie sich dran gewöhnt haben und mich keiner mehr als was besonderes ansieht… 😉

ansonsten bin ich wirklich sehr überrascht davon, dass ich mich so „schnell“ akklimatisiere. ich weiss, man soll den tag nicht vor dem abend loben, aber wenn ich überlege, wie lange ich beim ersten besuch gebraucht habe, bis ich mich einigermaßen sicher fühlte oder gut schlafen konnte…nicht, dass ich mich jetzt schon total sicher fühlen würde, aber es stellt sich doch ein gutes gefühl ein und das schon innerhalb der ersten woche… find ich gut!
(das liegt natürlich nicht zuletzt an der lieben familie, bei der ich erstmal untergekommen bin 🙂 . an dieser stelle ein „danke“)

also, es gibt viel zu tun…packen wirs aus!

verabschiede mich mit meinem neuem spitznamen:

eure „tantanja“

ps: habe auf meiner reise von mumbai norden in den süden zum frro endlich den teuren und weltweit bekannten bandra-worli-sealink benutzt…seeehr schick…fast schon eine touristische sehenswürdigkeit in einer stadt, die neben dem gateway und dem taj hotel eigentlich keine besitzt…wanna see? only 50 rupies!

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vielleicht eine wiedergeburt

viele städte sehen aus der luft einfach bezaubernd aus, vielleicht wie alles aus der luft (oder eben einfach nur aus der distanz) besser aussieht. da merke ich auch wieder: ich mag fliegen. wenn man nur nicht immer so durchgenudelt wäre… 😉
sogar teheran glitzert irgendwie anheimelnd…

nicht so bombay.

als wir uns endlich dem langersehnten ziel nähern, tauchen eine unzahl von lichtern auf. kein anfang auszumachen, kein ende. mittendrin klaffen schwarze löcher (slums?)
erschreckend. beängstigend. (genauso, wie beim ersten anflug 2007)
ich bekomme ernsthaft herzklopfen.
es beruhigt sich erst wieder, als wir näher kommen und details zu erkennen sind (so auch die erste baustelle gleich neben der landerollbahn) und man eindeutig schon mittendrin ist.

wie sich sinneseindrücke in sekunden vermitteln:
ich bin noch nicht mal draußen…verlasse gerade das flugschiff (ich habe im übrigen den verdacht, dass mein flugkapitän aus kölle kam!), trete in den verbindungsschlauch (na der aus dem flugzeug rausführt, wenn keine treppe da ist) und es schießt mir durch den kopf, auf englisch – i completely forgot…
dann lücke, denn das, was man eigentlich gar nicht mehr „geruch“ nennen kann, erfüllt meine sinne. toll! ekel und wiedererkennungsfreude zugleich!!
(damit könnte ich eine „wetten daß!“ wette bestehen-erkennen sie bombay aus 10 gestänkern)
einatmen
ausatmen
mumbai
20 atemzüge später, beim warten aufs gepäck werden die eindrücke etwas konkreter. bilder, erinnerungen kommen wieder…blub…wie eine luftmatratze, die lange unter wasser gedrückt wurde.

und als dann gegen halb sechs der muezzin aus der ferne sein vertrautes „alaaaaah…“ ruft, bin ich sicher. ich bin da.
(dazu gibts im übrigen noch einen älteren beitrag aus dem legendären jahr 2007)

(ich glaub, dass ist mein 200ster artikel…)

anya


frohes neues!

ach du scheisse…..lange nicht gebloggt. nicht, dass es nichts zu erzählen gäbe… 😕 eigentlich zu viel und eh ich das alles nicht ins rollen gebracht habe, wirds hier auch nichts werden…sorry. aber danach wieder volle kanne anya aus mumbai! versprochen!

vorher noch papierkram ohne ende (es gilt wichtige fragen wie die der krankenversicherung zu klären) und eine gänge zu diversen ärzten (alte frau kriegt noch ne zahnkrone und fragt sich, ob sich die schweinegrippeimpfung für mumbai lohnt)…

also grad jeden menge hiervon  und hiervon

wünsche allen die hier trotzdem fleißig weiterhinklicken eine erfolgreiches jahr 2010! ich bin optimistisch!

read u soon!

anya