zwischen den stühlen

es ist also fast schon offziell und irgendwie raus und eigentlich denke ich ja immer, dass man über ungelegte eier nicht sprechen und oder vielleicht keine ahnung. 😕

vor einigen tagen wurde mir also eine chance geboten, realtiv bald wieder zum arbeiten nach mumbai zurück zu kehren. zumindest erstmal.
und man mag es angesichts meiner ewig anhaltenden mäkelattacken nicht vermuten, aber mir wurde erst in dem moment klar, wie sehr ich mir das wünschte…
in den folgenden stunden und tagen überrollte mich nun eine mehr kopflastige als emotionale lawine, die ich immernoch abarbeite. angefangen damit, dass ich nach meinem ersten impuls im kopf schon den kopfer packte, über die frage, ob ich das nochmal verkrafte bis hin zu: und danach? … jaja, der champion of grübeling wieder am werk.
doch ganz so weit hergeholt und total übertrieben, wie sich nach unzähligen telefonaten mit leidensgenossinnen und co herausstellte, ist diese hirnwurst dann doch nicht. (einwurf: und wieder passt „brain masala“) schließlich und endlich verspüren auch rebellischere naturen wie die meinige den unheimlich atlas-steinmäßigen druck namens „gesellschaftliche normen“. heisst: ich muss arbeiten und damit auch GELD verdienen, endlich mal!
will ich ja auch, will ich ja!!! mensch! (ja, hat man einmal den richtigen smiley gefunden, erübrigen sich viel worte)

was habe ich also zu mäkeln?
zum einen natürlich die tatsache, dass ich über ein jahr am rumgammeln bin (neben pilates und hindi kurs hatte ich die eine oder andere woche dabei  durchaus das gefühl ein bisschen zu gammeln…) und dann wieder alles so holterdiepolter in mehrfachausführung kommt und irgendwie trotzdem nicht drauf vorbereitet bin.
zum nächsten, dass ich nicht sicher bin, ob ich diese art von „berufsentscheidung“ schon fällen kann.
und überhaupt: warum ists hier schonwieder so scheiße kalt!!???

vielleicht muss ich das aber auch gar nicht, ich mein, die großen entscheidungen treffen. vielleicht sollte ich lieber kleine entscheidungen treffen. so nach dem „schritt für schritt“ prinzip. ne? i`ll try, i`ll try. und bis dahin hab ich auch wieder ein grund zum lächeln, denn es geht ja hoffentlich bald wieder nach mumbai und dann gibts wieder JEDE MENGE ZU MÄKELN!

(muss ich diesen blog schon in „mäkeluniversum“ umbenennen?)

lg

anya

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mpf.

erst als ich in die augen meiner ma blickte, in dem moment als sie abfuhr, wurde mir klar, dass ich jetzt wieder ganz bei null anzufangen hatte…naja, nicht gaaanz null, sagen wir 0,25.
warum tut man sich sowas denn nochmal an? schlimmste erinnerungen an die minuten/stunden/tage nach verabschiedung meiner familie am flughafen überhäufen mich.  da bau ich mir mühsam über jahre ein netzwerk auf (jaja, die menschen brauchen stabilität!) , nur um es dann einfach über den haufen zu werfen…? ist das sinnvoll? vielleicht hälts ja jung und flexibel? oder es ist einfach nur total bescheuert? letzte chance oder goldener griff? skeptisch
und ironischerweise gibts sogar paralleln zwischen hamburg und mumbai. NEIN, nicht bezüglich des wetters. in diesem punkt hat mich die indische westküste ein für alle mal verdorben (gibts sowas, dass man“sein“ klima hat?).
und hier…naja, ihr kennt die klischees. urgh…

also: monatskarte! ich brauch wieder ein stunde zur arbeit und benutze das gleiche passfoto für den ausweis…und muss ein bisschen schmunzeln, als ich daran denke, wieviel unsinniges zeug der mumbaikar am schalter von mir wollte für eine simple monatskarte! 😀

aber wirklich schlimm finde ich diese unbegründete (oder nur teilweise begründete) bewegungslosigkeit. über tage hinweg sitze ich rum und frage mich, was ich jetzt wohl am besten tue…und mir fällt nix ein! piep dabei kann ich doch all das tun, was ich sonst auch mache…naja fast alles.
in mumbai hat das dazu geführt, dass ich auf ganz unglaublich ausgeglichene weise gelernt habe, mit mir selbst zu sein. (eine unglaublich wichtige sache!). vielleicht bin ja deshalb auch hier, weil ich woanders nicht mehr mit mir sein konnte…also flucht nach vorn?
im moment hab ich eher das gefühl, ich kriiiieeeche nach vorn, aber wollen wir uns nicht beschweren, es geht immerhin vorwärts. und ich versuche auch ernsthaft nicht mehr so pessimistisch zu sein und immer fein zu lächeln! (ja, das hat jaya immer bemängelt und neulich auch wieder eine inderin hier: anja, lächeln!) jaja, ich üb ja schon!

in diesem sinne:

(aber ganz im ernst, wenns weiter so läuft bin ich weg hier…die sonne ruft schon auch ein bisschen aus der ferne…)

anya