sommer09

schon desöfteren hab ich mich gefragt, warum ich beim reisen immer so glücklich bin…?
sobald ich den zug betrete (manchmal tuts schon das betreten des gleises. allerdings kann man das nicht reproduzieren, wenn ich einfach nur so zum bhf fahre, passiert nix) fallen alle alltagssorgen von mir ab und ich entspanne mich. lasse los.
das „sich fort bewegen“ löst eine art leerzustand in mir aus, der anders noch nie erreicht wurde…dieser zustand kann stunden andauern (je nach zugfahrt) und heisst „pause“ fürs gestresste bewusstsein. herrlich. (dafür könnte doch mal ne droge erfunden werden. oder gibts die schon? sie müsste allerdings günstiger als die tickets der db sein!!)
wach und entspannt. 🙂
und dann die vorfreude auf das ankommen in fremden gefilden! großartig! alles riecht anders, sieht anders aus und ist ein bisschen fremd. das frischt irgendwie auf.
sollte ich mein lebensgefühl in einer fortbewegungsform darstellen, wäre es sicher der zug. oder ein ständiges laufen.
die frage nach dem davon laufen stellt sich. muss aber verneint werden. es sei denn, es gäbe ein weglaufen vor dem nichts. eher würde ich es als ein „hinlaufen“ bezeichnen. nur das ziel ist eben unklar. alles klar? 😉

eigentlich will ich erstmal auch gar nirgendwo ankommen…oder doch? 🙄

zum thema ankommen: habe letzter woche an einer wunderbaren hochzeit teilgenommen, die wiedermal alle kanäle öffnete und die wirklich nicht mehr notwendige, aber nichstdestotrotz existente frage  nach der PRIVATEN zukunft aufgerufen hat. moooooment, moment, ruft da eine kleine stimme2 in mir. im moment solltest du erstmal nach der beruflichen zukunft ausschau halten und daran arbeiten. stimme1: aber gehört das nicht irgendwie auch zusammen? stimme2: schritt für schritt mädchen. schritt für schritt (denkt jetzt noch jemand hier an new kids on the block?)

ich gehe/ fahre also schritt für schritt durch den august und komme nirgendwo an, bin aber glücklich dabei. aha
ist aber auch zu schön in deutschland im sommer…wenn er denn mal kommt. und am schönsten ist deutschland eben aus dem zug. durch die dörfer rasen, die felder vorbeiziehen sehen, hier und da eine kuh oder ein schaf und dann ppffffft….stop an einer stadt…türen gehen auf und der typische bahnhofs-neue -stadt-geruch steigt mir in die nase (und das ist, im gegensatz zu mumbai, eine schöne sache!), der leider nur kurz andauert.

vielleicht fühlte ich mich deshalb auch in großen städten immer wohler als auf dem lande (die freude über frischen grasgeruch und absolute stille reicht bei mir immer nur für ein paar tage, dann nervts). weil die bewegung, man mag sie hektik nennen, um einen herum zu einer inneren ruhe führt. also bei mir ist das so.

also ich muss los! smiley_emoticons_winken4
seid glücklich!
anya


2 Kommentare on “sommer09”

  1. mandy sagt:

    fühl dich umarmt und geküß. 🙂

    p.s. danke für den nkotb-flashback


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