juchu, sommer!

im sommer hab ich immer so ein komischen zeitempfinden. kennt ihr das?

auf der einen seite steht die zeit wie still, sie fließt langsam blubbernd an mir vorbei. dieser zustand ist beruhigend und unberuhigend zugleich.
ich mag den sommer (so er denn diesen begriff überhaupt verdient, dieses jahr eindeutig nicht! 😡 ) und er löst ein wohliges gefühl in mir aus, das auch zu diesem stillstandsmomenten führt. aber gleichzeitig tickt da immer schon der herbstwetter. wenn der sommer beginnt, sind die längsten tage des jahres bereits vorbei. das heisst, es wird dunkler. und kälter…
und dann bringt mich diese erwartungshaltung auch immer wieder an den rand des irrsinns (ganz schmaler pfad). da muss doch was passieren! stampf total bekloppt, das hält doch keiner aus.

und auf der anderen seit ist der sommer immer vorbei ehe man noch „bikinifigur“ (oder was auch immer am unwahrscheinlichsten ist) rufen kann. die zeit rast. zumindest im gegensatz zu winter. wem kam so mancher februar nicht schon vor wie zehn jahre?
ja, schon klar, psychologie für gefühlsidioten hat uns gelehrt, dass schöne momente als flüchtiger empfunden werden….blabla…stimmt ja auch nicht wirklich, denn der letzte wirklich ausgelassene schöne sommer fand in meiner erinnerung im letzten jahrtausend statt. seitdem war ich eigentlich immer in irgendeiner verdammten arbeit verstrickt oder/und unglücklich verliebt (ja, die verdammten sommerhormone! oder vielleicht doch die bikinifigur??) 😕 mpf.

am schlimmsten sind aber die sommer, an denen so gar nichts passiert. das wohl bekannte sommerloch macht sich im heimischen seelenhaus breit und irgendwie ist niemand da, der einen vom gegenteil überzeugt.
in ganz raren momenten kann ich die stille genießen und schaue einfach nur aus dem fenster.  es ist ruhe in mir drin und auch draußen. balance! ihr wisst schon, ying und yang esoterik… hah, stop, da fällt mir ein, dass ich das zum letzten mal in mumbais winter hatte! oh nein, schonwieder der wehleidige ton…

durchhalten, räucherstäbchen anzünden und weiter hoffen, heisst die devise. also hocke ich vor meinem sabh tik ho jayega-ganesha und murmle vor mich hin: noch 34 tage… (das ist zwar kali, aber der smiley ist doch ne wucht, oder? und vielleicht passts ja auch)

noch song: bitteschön

grummel..
anya

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