search for identity! – die suche nach dem mich.

ich finde ja jede woche aufs neue heraus, was eigentlich das schlimmste daran ist, arbeits- und weitestgehend orientierungslos zu sein.  aha um dann nach ein paar tagen festzustellen, dass es mir doch eigentlich auch total gut geht und ich verdammt noch eins die jammerklappe zumachen und die energie-pläne-schleuder aufmachen sollte! jaja…und täglich grüßt das murmeltier…
das hier sind also die erträge dieser tage: ich denke, dass ich einfach genug zeit (und auch noch die nötigen ambietionen!) dazu habe, mich ständig mit der frage zu beschäftigen, wer ich eigentlich bin und was/wohin ich will. die jahrtausende alten fragen also. NUR, wäre das ja alles ausgeschaltet (und somit auch unnütz), wenn ich eben etwas anderes (SPRICH: arbeit) zu tun hätte. dann würde dieses denken auf wenige sekunden vor dem einschlafen (a la: was mach ich hier eigentlich) zurückgeschrumpft werden und alles wäre in seinem philosophisch selbstkritisch angemessenen rahmen. dem ist nun aber nuneinmal nicht so.

heisst die lösung also einfach nur: arbeiten? irgendwie, irgendwo? angesichts der doch weit verbreiteten, sich selbst zerfleischenden arbeitsmoral, die an  so vielen tretmühlen arbeitsplätzen herrscht… skeptisch fällt es leicht zu sagen: nö.
und das tun wohl auch recht viele hier. da ich aber jetzt keine sozialedemokratische  arbeitslosendebatte anfangen wollte (obwohl die auch mal fällig wäre), wieder zurück zu meinem eigenen dasein. (ja, es geht hier um mich! :mrgreen: ) ich jedenfalls arbeite schon auch gern und sehe mich nun im zwiespalt zwischen freier geistiger entfaltung und energiemäßiger unterforderung. und was passiert laut darwin mit nicht genutzten ressourcen? richtig, sie verkümmern.

heisst das ausserdem, dass die ständige auseinandersetzung mit dem eigenen sein zum scheitern verurteilt ist? mein güte, jetzt wirds aber….uff…jaja, so schlimm ists schon.
aber im ernst: ich finde diese art des denkens, diese auseinandersetzung sehr westlich und besonders europäisch. sie kann eben nur in einem bestimmten sekulären wohlständischen gesellschaftlichen umfeld blühen. hat auch was mit einer gewissen sättigung zu tun. und das bringt mich immer wieder zur frage: ist das gut so und noch mehr – führt das irgendwo hin? also entwicklungstechnisch? und führt das doch immer nur weiter zu einer gewissen (über)sättigung… (die uns westlern ja durchaus zurecht auch vorgeworfen wird)
und natürlich frag ich mich auch, warum mir das in mumbai nicht so gegangen ist. ein bisschen zu arbeiten hat ich ja schon auch (vielleicht genau die richtige menge?), aber eben auch seeeehr viel zeit für mich. wie groß ist der einfluss der von außen ständig auf einen einprallenden eindrücke der extremsten sorte? also hier die frage an meine lieben nrg’s (non resistent germans): wie oft stellt ihr denn eurer dasein so ganz generell in frage? 🙄 so ganz allgemein…? lässt sich da ein unterschied zu deutschland feststellen?

lieber hüter: lass es weisheit regnen!
saraswathi, die göttin der weisheit und der künste! ich muss ja schon gestehen, dass mich diese musik nicht ganz unberührt lässt…aber keine panik, ich werd nicht mit einem zöpfchen und glöckchen behangen demnächst durch die einkaufszone tänzeln…obwohl, dass ich auch eine ARBEIT, richtig?
und da es so viele gibt…einfach eines…ausgesucht…schöne bilder und ein bisschen klingklang am montag!

schöne woche allen!

anya


3 Kommentare on “search for identity! – die suche nach dem mich.”

  1. Kerstin sagt:

    Hallo Anya,

    um mit einem Wort zu antworten: Noe;)

    Ich stelle nur ab und zu, also mal mehr, mal weniger, wahrscheinlich je nach Laune/Hormonen mein Dasein in Indien in Frage.
    Passe ich in diees Land? Was finde ich gut, was finde ich weniger gut, was vor allem finde ich richtig doof, so dass ich eigentlich, wenn es Chotu nicht geben wuerde, am liebsten gleich meine Koffer packen wuerde? Aber ich denke, diese Art von „Indien-Koller“ hat jeder, der vergeht wieder, denn das Gras……gruen usw…..

    Aber prinzipiell stelle ich mein Dasein nicht in Frage. Bin wohl eher der pragmatische als philosophische Mensch. Und fuer mich waere ein tatenloses Leben ohnehin gar nichts, dann wuerde ich vielleicht ebenfalls in solch tiefschuerfenden Gedanken versinken.

    Vielleicht habe ich ja in der Vergangenheit nicht richtig gelesen, aber was hindert Dich denn an einer Arbeitsaufnahme? Bist Du schon fertig mit Studieren, so dass selbigem eigentlich nichts im Wege stehen wuerde? Oder merkst Du ganz extrem die nicht gerade positive Wirtschaftslage? Oder sind am Ende Deine Vorstellungen eines Jobs vielleicht nicht sooooo sehr realistisch in der heutigen Zeit?

    Wenn Du auf diese ueberaus privaten Fragen nicht oeffentlich antworten willst, schreib mir doch einfach in meinem Blog eine Mai.

    Bis dahin: schoenes Pfingstfest
    LG
    Kerstin

  2. paralleluniversumanja sagt:

    hi kerstin,
    na da scheinst du mit deinem „nö“ in guter gesellschaft zu sein…daniela siehts wohl genauso. 😉
    auch sie bemerkte nochmal die ziemlich stark ausgeprägte philosophisch (nett ausgedrückt für grübbler) ausgeprägte ader an mir…tja, mai kya karoo?
    zur konkreten arbeitsplatz situation mail ich dir mal…
    lg anja

  3. AlwaysIndian sagt:

    Hey Anya,
    Came across your blog. Can’t understand a word of it (sorry). However, you’re obviously an Indian based in Germany. Most people easily associate Indians living abroad with people in the USA, or the UK. The point being, we have a forum for all Indians spread across the world called AlwaysIndian. It aims to give a plaform for people interested in all things Indian – be it current happenings, politics, sports, Hindi cinema or anything relevant to India. We’d love it if you could join the community. Would appreciate if you could also contribute (in English) with your perspective of life as an Indian in Germany. Of course, I really have no clue if your citizenship is German or Indian, but would appreciate your perspectives nevertheless.
    Regards.


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