yedl (alvida?)

mein dasein kommt mir im moment vor wie eine aneinanderreihung von gestrigen momenten, die ich schon zigmal erlebt und hinter mir gelassen habe. wie eine rückspulversion in slow motion vor meinem inneren auge.
ich schätze, das ist so, wenn man sich in einer reflektiven umbruchsphase befindet, in der man auch noch unheimlich also eigentlich vielzuviel zeit hat, sich ausführlich allumfassend mit sich selbst zu beschäftigen…
zweck dieser übung ist es eigentlich nur, alles gestrige zu verarbeiten und sich bereit zu machen für den nächsten abschnitt. richtig? (hey, das sollte doch aber nur alle 7 jahre sein… :roll:) ich dachte allerdings, diesen abschnitt schon weitestgehend hinter mich gebracht zu haben. denkste! es arbeitet und arbeitet und arbeitet. steckt doch ganz schön viel in der kleinen birne fest. und ständig kommt neuer müll dazu….wie soll man denn da ordnung halten? smiley_emoticons_skeptisch1 ach, das nervt. genauso wie winter in dtl. da hab ich einfach keine geduld mehr für.
ich schlafe also trotz ausreichender möglichkeiten eher schlecht (zum glück träum ich nur von solch minder schweren verbrechen wie dem, in einem kuhkafftheater als alternder regieassistent zu enden) und verfluche die letzten augenblicke vorm einschlafen, in denen ein ganz ganz tief drin sitzendes mumbaigefühl hochkommt, das – ganz klar – schon sehr stark verfärbt ist in den letzten monaten. es ist mehr eine art sensorische erinnerung….laute, gerüche, augenblicke. ich weiß, dass man jedem, der sich gerade dort befindet, seltsam vorkommen, denn genau DAS ist es ja, was die überforderung im negativem sinne ausmacht bei einer stadt wie mumbai, aber trotzdem oder gerade deshalb sind diese eindrücke wahrscheinlich haften geblieben. und sie schmerzen süßlich….das kann ich sagen. auf der einen seite weiß ich, dass es nicht so ist….einfach nicht sein kann. auf der anderen seite wünsche ich mir nichts mehr, als sofort in ein flugzeug gen südosten zu starten, nur um nochmal den ausstiegsmoment zu haben und die taxifahrt um dunklen und all das… 😕
stattdessen verbringe ich quadrataugenmäßig viel zeit im netz und streiche mein zimmer (ja, das muss man sich auch schön einteilen!) und gehe spazieren…

hier noch ein paar blogfunde der letzten tage… 😉
der schlingensief-blog (nicht nur für theaterleute interessant)
noch mehr indien (helen in baroda/gujarat)
hab ich eigentlich den blog meiner namensvetterin schon verlinkt?
achja, das hier ist auch lustig: indische musik zum selber machen! 😀
und zum schluss noch etwas fürs auge: wirklich sehr schöne fotos sind zu sehen bei flickr…nein, NATÜRLICH NICHT von mir. sondern von „sternfahrer“, einem in mumbai lebenden inder. die sind wirklich wirklich toll. der „street mumbai“ ordner ist mein favorit.  zum beispiel das hier:

hier also das titelgebende video, das eigentlich nicht so wörtlich zu nehmen ist, sondern eher sinngebend…wie immer also… 😉 (ich guck halt auch grad wieder viiiiieeelll film)

ich sag also hoffnungsvoll: phir milenge!
anya



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