ich hasse rückblicke!

ich will mich trotzdem mal dran versuchen, natürlich in der wilden hoffnung, ein paar dinge endlich verabschieden zu können und mit neuer frischer energie ins 2009 zu starten…obs klappt?

etwas statistik:

hindifilme 2009: 31
filme vom rest der welt: äh….welcher rest (aber hey, ich wollte madagascar2 noch gucken…gilt das? ach nee hab doch „vicky christina barcelona“ gesehen! und der war gut!)

sozialer fortschritt: freundliche worte/geste mit dem ex (da dies im plural gilt, bin ich unausprechlich stolz auf mich)
sozialer rückschritt: unaussprechliche worte gegenüber der dicken alten maid 😡

gelebte träume: 1 (mumbai 🙂 )
verworfene träume: 🙄

farbe des jahres: grün (dabei sollte es laut priya rosa werden)

berufliches highlight: magisterabschluss! 😀
beruflicher tiefpunkt: arbeitsamt le

orte, die ich sehen wollte und konnte: mumbai, mumbai, mumbai (achja, hamburg und achja2 barcelona!)
orte, die ich sehen wollte, aber nicht konnte: rest von indien
orte, die ich nicht sehen wollte, aber konnte: kathmandu

sinnloskauf des jahres: bierkronenohringe aus hamburg!
bestkauf: wintermantel

neue freunde: unzählige!
alte neue freunde/wiederendeckungen: 1
verluste in der abteilung: 0
körbe: 4 (na gut, 3 1/2)

lieblingsspeise des jahres: mmmhhh..schwer…potatoe toast aus dem „dwarka“ plus ein bisschen jalebi wahrscheinlich
kulinarisches urgh: dieses süße schwammdings…keine ahnung, wie das hieß. es sieht aus wie ein stück schwamm und schmeckt auch so. inklusive geräusch! knietsch…

wichtigste erkenntnis: ich brauche sonne! statt lieber
wobei es darauf weniger auf  temperaturaversion ankommt und mehr auf den gemütszustand. aber ich fand die smileys soo schööön…

und zum abschied hatte ich eigentlich folgendes vor: den abschluss einer aera/ eines konzeptes, dass eigentlich NIE wirklich sinn gemacht hat und endlich begraben gehört. ist ja schließlich ende des jahrzehnts. (man möge mir also die sentimal verkitschte und emotional überbordende darstellung verzeihen. nicht umsonst hat es mich nach indien gezogen 😛 )


aber nach dem altbewährten prinzip „1.kommt es anders und 2.als man denkt“ schließe ich ich daran als alternatives ende sozusagen noch das folgende video an…

in diesem sinne:

haut rein und genießt 2009!

anya

ps: weiß eigentlich jemand, wie das mit der wünscherei nach indischer tradition funktioniert? ich mein, die spanier haben doch diese weintraubenvariante…und ich weiß auch, dass unser silvester eigentlich nicht ihres ist, aber trotzdem…gibts da irgendwas, um die chance zu erhöhen, wünsche erfüllt zu bekommen? (man will ja nix unversucht lassen… 😉 )

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for ladies only!

mädels: wir mögen oft etwas daneben liegen, aber letztlich haben auch wir unsere wünsche.
in diesem sinne sende ich dieses jahr weihnachtswünsche an alle ladies da draußen! macht euch ein paar schöne feiertage und mögen alle wünsche in erfüllung gehen.

anya


the BIGGEST film industry in the WOOOORLD!!!

da studiert man eeeewig vor sich hin und lernt und bildet sich und denkt hier im kalten deutschland auf unzähligen sitzungen nach und diskutiert ansätze und und und….
und was tun die inder, um eine story in gang zu bringen…?

story yeh hai: ein mann verliebt sich in eine frau und bringt sie dazu, einzusehen, das sie füreinander bestimmt sind. soweit der verlauf jeder zweiten hindi movie story… 😉

doch schon bald gibts probleme. die beiden rollern also durch die schneebedeckte landschaft in shimla, als sie einen unfall erleidet, bei dem sie erst einen berg hinab stürzt und dann in einen fluss fällt. natürlich rettet sie der held und bringt sie in eine waldhütte. dort ist allerdings weder medizin noch feuer vorrätig, um die inzwischen schon schlotternde blaubäckige heldin zu reanimieren…khya karoo? der held erinnert sich (hier für haben wir gleich am anfang der film gaaanz unaufällig eine kleine szene eingebaut 🙄 ) daran, dass man den körper auch mithilfe von einer zweiten „körperenergiequelle“ erwärmen kann…einige sekunden des zweifels folgen (harte schnitte, gerunzelte stirn und jede menge geigen). nicht vergessen, die handlung spielt in den 70er jahren in indien!! er entscheidet, dass ihr leben wichtige ist als moralische grenzen, entkleidet sie vorsichtig und steigt selbst entblößt zu ihr unter die löcherige decke…. 😯

an dieser stelle muss ich zugeben, so NAIV gewesen zu sein, zu glauben, der körperkontakt hätte aus etwa“kuscheln“ bestanden…. aber PAH!, spätestens als die heldin (die NTAÜRLICH eigentlich einem anderen versprochen ist) am flughafen eine ohnmachtsanfall erleidet wird klar, dass die beiden wohl ALLES NOTWENDIGE getan haben, um ordentlich hitze in die waldhütte zu bringen…

was soll man sagen? dann geht die story los… wir haben schließlich jede menge konfliktpotenzial für einige stunden.
eine gute zusammenfassung findet sich auch hier inklusive toller bilder wie diesem hier (paint-it-pink.de)

und für alle actionfans: zu meinen lieblingsszene gehört eindeutig auch die final fighting scene, die komplett auf rollschuhe stattfindet! es brennt überall und die schuhe fliegen und DANN (haltet euch fest) rettet der inzwischen geborene und gehandicapte sohn des helden seinen vater. man mag es mir glauben oder unwissend sterben, aber schon 1973 stolpert diese junge junior-held in einer beinschiene seinem vater entgegen und man möchte rufen: lauf…rahul…lauf!! hah, wer hat da wohl wo geklaut!?

ich liiiieebe diese filme!!

und zum schluss noch einen klasse song aus dem film! :mrgreen: (ich wünschte mir, die zeiten wären noch so und nicht ICH/ arme sau müsste mich hier um die gunst des helden sinnlos – weil erfolglos – abstrampeln…)

achja, name des films „aa gale lag jaa“ mit fast-so-sweet-wie-shammi“-sashi kapoor und er unheimlich schönen sharmila tagore!

anya


kleinigkeitenreport9

1. ➡ it’s germany. it’s winter. it’s cold.was bleibt mir also anderes übrig, als mich einzupacken. nach alt bewährtem schichtsystem. brrrr.
➡ it’s germany. i don’t have money. i ride my bike.
man kombiniere also nun beide oben genannten ketten und gerät in folgende situation:
es ist der ewig verhasste kreislauf von frieren-schwitzen-frieren… 😡 ich stehe an der ampel, gerade erst ist mir endlich ein bisschen warm geworden, als sich ein heftiger gedanke in meinen schädel drängt: scheiße, ich schwitze! ich hasse es, dick angezogen zu schwitzen!! das ist doch auch wieder so eine unbrauchbare laune der natur. genervt leicht agressive stimmung macht sich breit und ich stehe kurz vor einem leisen fluch als mir eine leicht verblasste erinnerung vor augen wandert (klasse satz, oder?). ich, im local train in mumbai. ich trage geschätzte dreißig lagen weniger kleidung und quetsche mich in den zug und stelle fest, dass ich schonwieder schwitze. es rinnt der blöde Schweiß (wikipedia: Sekret der Schweißdrüsen bezeichnet, das Menschen beim Schwitzen absondern. Seine biologische Funktion besteht in der durch Verdunstungskälte erzeugten Kühlung des Organismus. Durch Verdunstung auf der Hautoberfläche werden dem schwitzenden Individuum 2,42 kJ/g Schweiß an Energie entzogen. – das gehört in die neon zu 100 unnütze informationen) und (achtung jetzt kommts!) obwohl ich das eigentlich nicht leiden kann, akzeptiere ich das unvermeidliche. was solls, du schwitzt eben immer. that’s life! 😐 und was soll ich sagen? das machts wirklich leichter! echt, ohne scheiß. es geht mir besser damit, ich muss mich nicht mehr drüber ärgern und mich stattdessen wieder der beobachtung der indischen frauen widmen. ist es viel interessanter als mein rückenschweiß, oder?
aus der erinnerungsblase zurückgekehrt (im film würde jetzt diese gedankenblase zugehen) versuche ich 30 sekunden ernsthaft die tatsache zu akzeptieren, dass ich an der ampel stehe und schwitze (obwohl die zehen ein bisschen frieren – klar ne). …
dann geb ich auf und fluche. 😈
geht nicht. g e h t  h i e r  e i n f a c h  n i c h t !

2. ich streiche mein zimmer. natürlich während ich noch darin wohne. warum auch nicht? herausforderungen dieser art sind schließlich meine spezialität. 😉
soeben fühlte ich mich an meine im herzen warm gehaltene anekdote mit der kakerlake erinnert… in der ecke meines zimmers sitzt ein klitzekleines spinnchen. nennen wir es fips. nun, fips hat anscheinend den letzten pfiff nicht gehört und gestern nicht mitbekommen, dass ich mich, bewaffnet mit einer malerrolle, langsam aber sicher seinem kleinen revier nähere. geradzu trotzig bleibt er an ort und stelle. hey, ich war aber zuerst hier… – ja, aber ich hab die großen geräte! als ich also heute mit der farbe immer näher rücke, fühlt er sich doch so langsam etwas gestört in seiner gemütlichkeit und rückt ein stück zur seite…tja, die dinge nehmen ihren lauf und es kommt wie es kommen musste: ich hab um ihn herum gemalert. der arme kerl ist nun von stinkender farbe umgeben und kann nicht mehr fort! 😮 ja, was hätte ich den tun solln?! einfach drüber malern? nee, nee, keine leichenteile an meiner frischen wand! ich werde also warten bis die farbe trocken ist und dann versuchen den kerl mit der glas/papier variante außer haus zu schaffen… ist ein kompromiss, oder? 🙄

für mich und für alle:

sonne!
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adieu
anya


hahahoho

„maxmium city“. (suketu mehta) – ich hatte mir das buch schon gekauft, bevor ich nach mumbai gereist bin und wollte es „vorbereitend“ lesen. es wurde mir schließlich von mehreren indien-reisenden empfohlen. allerdings betonten diese empfehler auch, dass maximum city keine „leichte kost“ wäre… 🙄 schon nach wenigen seiten war klar, wovon die rede ist und das ich dieses buch unmöglich vor antritt der reise zu ende lesen könne… es hat mir wirklich angst gemacht!! ich hab die beendigung dieser harten lektüre also auf die zeit NACH mumbai verschoben, also jetzt. feige nuss, nee… 😳
das buch kam mir letzte woche in den sinn, als benny es in seinem blog bezüglich der aktuellen geschehnisse verwendete. (mehr hier)
ich starte also vor einigen tagen einen zweiten, wenn auch erneut feigen versuch. denn obwohl ich keine ahnung mehr habe, was in den ersten seiten passiert war, setzte ich einfach da wieder ein, wo ich aufgehört hatte. das alles nochmal von vorn? never! war ja froh, dass ich die ersten 200 seiten geschafft hatte. only 560 to go! 😯 (der smiley bezieht sich irgendwie auch auf die gesammelten zeitformen im letzten satz…urgh…)
was soll ich sagen, ich hab drei tage für ca 70 seiten gebraucht…und das ist schlecht!! ich versuche immer, ein paar seiten beim frühstück zu lesen, stelle dann fest, das mir schlecht wird und lege es wieder weg. keine ahnung, was an dem buch so schlimm ist. ich mein, ja, es ist schlimm, aber nichts, was man nicht eh schon weiß oder in den nachrichten zu sehen ist oder in diversen filmchen verherrlicht wird… und trotzdem, ich kanns einfach nicht ertragen. vielleicht, weil der bezug zu einer real existieren, mir bekannten stadt, also einem konkreten ort da ist?
ich frage mich dann immerzu, wie ich in einer solchen umgebung nur so sorglos durch die gegend schlendern konnte. der fächer der grausamen möglichkeiten scheint unendlich breit und die wahrscheinlichkeit des unbeschadeten existierens unheimlich eng. oder ist das nur ein tunnelblick?

auf jeden fall bin ich heute über den weihnachtsmarkt in leipzig…nunja…geschoben und gedrängelt (zum thema tunnelblick)…dabei war es nichtmal soo voll! das lässt sich meines erachtens nur mit einem glühwein ganz gut aushalten. :mrgreen: und ich erinnerte mich an die tage vor weihnachten im letzten jahr und wie erschrocken ich darüber war, dass mir weihnachten (sprich, fressalien dieverser art, der permanente glühweingeruch, musikalische entgleisungen und spendenaufrufe aller art, gehetzte weihnachtseinkäufe und unheimlich viel „familie“) jetzt gar nicht soo sehr fehlte. vereinzelt sehnte ich mich schon mal nach einer heissen bratwurst vom mittelaltermarkt in combi NATÜRLICH mit einem glühwein. die hände um die tasse legend, der atem über dem getränk und irgendwo trötet es „oh tannenbaum“… stattdessen habe ich mit daniela ungefähr drei (?) stunden plätzchen gebacken unter extremen bedingungen (hat irgendjemand eine ahnung, wie man backpulver in mumbai bekommt?) und hab auf dem heimweg (schwitzend!) die kirche bei mir um die ecke (schönes bild der mahim church hab ich hier ergoogelt) in unheimlich toller beleuchtung sehen dürfen… 10 minuten weihnachtsgefühl. ging auch irgendwie.

soweit. schönen zweiten advent, den ich trotzdem lieber an einem anderen ort verbrächte…

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lg anya