vom grünen gras auf der anderen seite

wenn ich nicht einen letzten rest an eitlem stolz in mir tragen würde, stünde an dieser stelle ein foto meines zimmers. „zustand 08“. da dieser stolz allerdings übel gepaart mit exibitionistischen tendenzen zur ausprägung kommt, muss ich trotzdem davon berichten.
nach dem prinzip „zeig mir deine butze und ich sag dir wer du bist“ sowie „weglaufen als therapie“ … (unvollendeter satz!)
gestern noch hätte ich mit dem nächsten autoverkäufer nach spanien durchbrennen mögen und schon heute frage ich mich, wann ich denn nun endlich nach hamburg ziehe… 😯

vielleicht werd ich jetzt nie mehr in inniger ruhe an einem ort zufrieden sein können?? oh, wie öde, deutschland…gähn
zu allem übel liegt hier vor mir ein ziemlich großer und bedeutender satz, der wirklich, also wirklich nicht unvollendet bleiben darf. eigentlich pfeif ich ja auf karriere, aber so ganz ohne gesellschaftlichen druck sind wir ja auch keine menschen…oder? also quäle (wirklich eine qual, denn selten hab ich mich so dumm und träge erlebt) ich mich durch kunsttheorien, die mir eigentlich mal den buckel runterrutschen könnten (den hab ich nämlich bald vom krumm sitzen und lesen), während mein zimmer immernoch und schonwieder total im chaos versinkt: reste aus mumbai, reste aus dem dasein davor (das wollte ich dochmal wegschmeißen!) und neuer mistkram. 😡

uiuiui

ich bin allerdings noch in der lage zwei waschmaschinen voller frisch duftender wäsche penibel auf den wäscheständer zu hängen und WEHE da hängt eine socke linksrum!! das trägt EINDEUTIG krankhafte züge.

anya

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anya


versatzstücke aus köln

ich war also auf der c/o pop in köln…
einen überblick über die ereignisse in zusammenfassendem stil bietet das folgende filmchen:

ja, ich kanns noch! ob das gut so ist, weiß ich nicht, denn gleichzeitig musste ich eine schreckliche entdeckung machen: ich habe verlernt zu tanzen! 😯 es geht nix. fünf tage musik hoch und runter. nix. wippen: ja. arschwackel: nein. unglaublich, ich habs echt hart versucht. nagut, die kompakt party hätte mich nichtmal unter einnahme höchster drogen zum mitmachen animieren können…sorry…aber ansonsten war wirklich alles dabei, was sich das herz bzw die beine wünschen…keine ahnung, müssen die indien nachwirkungen sein…wenn man sich solange nicht gewegt kann schonmal was einrosten, oder?
hauptsache es hinterlässt keine dauerschäden… 😕
hat da jemand erfahrungen?

ich habe ausserdem chitra aus mumbai wiedergetroffen. und: mir wurde etwas mitgebracht! 🙂 wirklich absolut frisch aus dem büro in mumbai. nicht, dass ich mich nicht auch über die beigefügte kurta aus dem „cotton cottage“ (m. gandhi road in colaba) freuen würde, aber die grusskarte von jaya und priya war einfach zuviel… ich musste böse mit knoten im hals kämpfen. ich habe neulich gehört, dass gerüche direkt…na, wie heisst das…na halt direkt wirken und die erinnerung brutalst einsetzt. kann ich bestätigen. uff, erste etage k.dubash marg lag direkt vor meinen augen.

höhepunkte dieser reise:

-nächtliches schaukeln am wasserspielplatz. neben mir zwei ebenfalls einsame junge frauen auf der suche nach dem richtigen schwung.
-konzert von jose gonzales auf einem schiff den rhein entlang schippernd

-die nächtliche stunde mit esther nach hause laufen, da wir es stets schafften, die busse zu verpassen 😡 (an dieser stelle ein grosses SCHIMPFESCHIMPFE an die öffentlichen verkehrsmittel in köln. eine so große stadt und unter der woche keinen nachtverkehr?! aber hallo!)
-die gespräche mit chitra! 🙂
-das hörspielerlebnisparkkonzert von adolf noise war der absolute hammer (sorry für die abgelatschte floskel). ich musste die ganze zeit an die guten alten „mund und knie“ zeiten am schauspiel leipzig mit thomas hertel denken… eine art konzert, dass halb live und halb von scheibe, mac was auch immer kam und per kopfhörer zu hören war!! man stelle sich also ein paar hundert zuhörer vor, leise vor sich hinkichern und vorn auf der bühne koze und der andere typ (äh…name?) klopfen, sampeln und flöten. hörer auf und aahhhh…ein song! unglaublich! ich hätte das jetzt gern jeden freitag abend zum einstimmen aufs wochenende.
-leute getroffen, leute getroffen, leute getroffen (winkewinke an heiko und thomas)

so, jetzt genug laberrababer. ein paar offizielle fotos kann man sich HIER ansehen.

an letzter stelle nochmal eine unglaublich liebes dankeschön an ralph, der uns karten besorgt und hat und überhaupt. (ich hätte ein bisschen netter sein können, ich weiß)
ich hab ihm ein paar laddoos gemacht, resultat sah so aus:

anya


vor und zurück

gestern hab ich für einen account im netz ein aktuelles bild von mir gesucht und mich für dieses wunderbare bild auf der terasse in kathmandu entschieden:

mal abgesehen davon, dass ein solch entspannter gesichtsausdruck (die sonne hat etwas geblendet, aber sonst..), noch dazu auf einem foto 😯 ein absolute seltenheit bei mir ist, muss ich bemerken, dass der besuch in nepal…nunja…nicht zu den lichtpunkten meines letzten jahres zählt…. oder vielleicht doch?
ich sah also gestern auf dieses bild und dachte ganz plötzlich: nein, mein gott, du bist nicht wirklich allein nach kathmandu geflogen und hast dort diese chaotischen erfahrungen wie diese oder diese hier gemacht… unmöglich! kann ich mir einfach nichtmehr vorstellen und trotzdem weiß ich, dass es passiert ist.
ich habe mir heute also aus der bibo zwei reise dvds ausgeliehen, um mal zu gucken, wo ich da eigentlich war… 🙄 nepal? nepal…. sieht interessant aus…da muss ich mal hin…eh nee, moment, ich war ja schon da und MOCHTE ES NICHT!!!

es geht also so mit den erinnerungen voran, als dass sie langsam wieder auftauchen und, anders als ich es gedacht hatte, nicht besonders präsent im alltag sind, aber doch (und das ist vielleicht viel besser so) da irgendwo in mir drin. und sie beeinflussen mein denken und handeln. bin ich überzeugt von!

ausserdem bin ich zusehends fasziniert von dieser person und möchte euch folgendes kurzes video nicht vorenthalten. achtung: religion ist freude!

jede menge shanti wünscht euch
anya