where to start

…es ist wieder soviel passiert…

ich fange wohl am besten erstmal mit meinen ausfzeichnungen aus nepal an bzw mache weiter…

irgendwann stoesst man an seine grenzen. es ist gut, seine grenzen zu kennen, aber erschreckend, sie zu ERkennen.
ich habe mich in mumbai inzwischen realtiv gut zurecht gefunden und es zum teil auch darauf zurueck gefuehrt, dass ich mich fast drei jahre auf diese reise vorbereitet habe.
natuerlich ist vieles anders als erwaret, aber ich kann einigermassen umgehen mit smog, laerm und der ueberdosis an so ziemlich allem (ausser einer langanhaltenden stille vielleicht 🙄 )
nun nepal. irgendwie hatte ich mich von anfang an gegen diese reise gestraeubt. keine ahnung warum. ich konnte und wollte das einfach nicht als willkommene abwechslung und kurzurlaub sehen. und dann allein…?

denn: manche dinge sind einfach not made for you!

ich hab es wirklich versucht und zwischendurch auch immer mal wieder etwas gesehen, dass mir gefiel: ein vogel, ein laecheln…
doch gestern abend hab ich eingesehen, dass kathmandu (nepal?) einfach nicht fuer mich ist. ich mag es nicht. 😦

um das zu erklaeren muss ich etwas weiter zurueckgehen und vom zentralen zweck meiner reise erzaehlen.
da das MMB mich noch bis ende mai im institut behalten will, stand ich vor einem visa-problem. gegen mitte april haette ich indien verlassen muessen. es blieben also nur zwei moeglichkeiten:
1. verlaengerung beantragen (diese moeglichkeit scheidet von vornherein aus. grund: indische behoerden 😯 )
2. ins ausland reisene, neues visum beantragen, zurueckkommen
ich habe mich also fuer letzteres entschieden und damit war der grund meiner reise auch eindeutig festgelegt.

Visum: um die tatsachen gleich vorneweg zu nennen…ich habe insgesamt 9 (in worten: neun) stunden auf mein visumgewartet. da haette ich ja ein kind zur welt bringen koennen…
3 behoerdengaenge waren notwendig.
montag, teil1. 4 stunden darauf gewartet, ein formular zu erhalten und die gebuehren fuer ein telefax nach dtl zu bezahlen. donnerstag frueh, teil2. formular abgeben (3h wartezeit) und visa gebuehren bezahlen. abends teil3. (nochmal warten) endlich pass mit neuem visum abholen. eigentlich ein einfaches prozedere…
diese behoerde ist eine insel fuer sich. vollgestopft mit jungen und alten menschen, die wirklich von UEBERALL her kamen. zum einen furchtbar interessant, zum anderen extrem nervig. denn besonders, die juengeren suchten staendig kontakt, wollten unbedingt von ihren total bewusstseinerweiternden reisen erzaehlen und hielten nach tipps fuer neue reiseziele ausschau…oh noe!
nix fuer mich.

frage: wie gross ist das beduerfnis, sich in einer solchen gruppe (und als solche kann sie tatsaechlich gesehen werden, denn die meisten trifft man beim 2. und 3. rundgang wieder), sich als deutsche(r) zu outen? gerade wenn deutsche in der naehe sind?

anyway, eine zeitlang hab ich dem bunten treiben interessiert zugesehen, mich rausgehalten. aber beim dritten gang will man einfach nur noch seinen pass. und bekommt ihn auch! nach weiterem warten….grrrrr…

ich war in ziemlich schlechter (heisst genervter) verfassung, da ich den tag zuvor im halbschlaf im bett verbracht hatte. warum? weil ich eben die nacht davor wiederum im halbschlaf vor dem klo verbracht habe.
immernoch etwas schlapp und muede, ich hatte die letzten 36 stunden eigentlich auch kaum was gegessen, mache ich mich (mit pass) auf dem weg zurueck ins hotel.
die strassen veraenderten sich…mir wurde bewusst, dass ich den smog hier irgendwie nicht vertrage (in mumbai ist er unangenehm, aber wird mir nicht jedes mal schlecht, wenn ich 10min an einer befahrenen strasse vorbei laufe) und auch die raeucherstaebchen hier ueberall nerven irgendwie….
ausserdem bereitete sich die stadt auf holi vor. romantisch anmutende beschreibung des fest findet sich hier. daniela, haettest du eine gegendarstellung parat?

ich hatte es geahnt.
ich wuerde holi nicht moegen.

das ist gut fuer einen break. morgen gehts weiter…to be…ihr wisst schon 😉

anja


One Comment on “where to start”

  1. Aus dem selben Grund war ich im Januar am selben Ort (48 Stunden mit dem Bus von Delhi 😦 ). Ich hatte mich an eine Agentur gewandt, die wusste an wen man eine „Gebühr“ zahlen muss um einen plattgedrückten Fanta-Deckel mit einer niedrigen Warteschlangennummer zu bekommen. Hat die Sache etwas teurer aber deutlich angenehmer gemacht wodurch ich Zeit hatte dem Chaos Kathmandus zu entfliehen, in die Berge. Schöne Zeit noch in Kathmandu, gute Rückreise. Grüße, Frank


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s