putzfrauen-hass-liebe

was wuenscht man sich montag-morgen eigentlich so gar ueberhaupt nicht?
das:
 man stelle sich jetzt zusaetzlich noch vor, dass bis zur haelfte des basins schmutziges wasser plus essenreste schwimmen. yeah! natuerlich ist kein sauberer teller, keine tasse, kein messer oder topf zum kochen meines dringend benoetigten kaffeewassers da und ich muss erstmal abwaschen!! 😡
was sich supereinfach gestaltet, wenn man nicht an den wasserhahn kommt, weil alles voll ist!!!!
ja, ich gebe es zu: ich bin morgenmuffel! und ja; das macht mir schlechte laune!!!
die NEUE putzfrau, die versprochen (pah) hatte, jeden tag um acht uhr da zu sein, war auch gegen halb neun nicht in sicht (nachdem sie am sonntag mal einfach pause gemacht hat) und kam erst kurz bevor ich ging, sollte ich mich nun freuen oder sie verkloppen?….und ich muss zugeben, dass ich ihr gern eine zynische bemerkung a la „guck mal, wer uns da wieder beehrt“ zugeworfen haette, aber ich wage zu bezweifeln, das diese art des subtilen humors seinen empfaenger erreicht haette.
argh!!

und um dem ganzen noch die krone auszusetzen kommt hier meine zweite theaterkritik. oder besser „die folter der kunst“.
gestern abend habe ich meine zweite hiesige „theaterinszenierung“ gesehen und ich frage mich ernsthaft, ob ich aufgeben soll oder einfach kritiker werden.
wo soll ich anfangen? einfach ALLES war schlecht. ok, die story ging noch so. (vielleicht haben die inder auch noch nicht gelernt, mit „westlichen“ thematiken auf der bühne umzugehen?oder ich habe einfach unsagbar pech in der auswahl…) drei  monologe, drei frauen. sie berichten aus ihrem leben, von ihren lieben, ihren sehnsuechten. kennt man. eher lala, aber ok. wenn ich wiederhole WENN man inszinatorisch dazu eine idee gehabt haette. ich verstehe, schauspieler, die vollkommen unbegruendet alle zwei minuten von links nach rechts, zum stuhl, hinsetzen, wieder aufstehen, nach links, nach rechts, zum stuhl, hinsetzen…NICHT als inszeniert (ausser man wuerde das abstrahieren)! genervt schaue ich also wie ein zuschauer einem tennisspiel hinterher.
doch viel schlimer noch: das licht!!! ahhhhhhhh!!! tschuldigung, aber das ging gar nicht. zwei schweinwerfer auf staendern sind mehr als sich so mancher verein leisten kann. was macht der mann an den reglern also? er schiebt die beiden immer fein im wechsle hoch und runter, je nachdem auf welche bühnenseite die schauspielerin gerade rennt. in 8 von 10 fällen ist er ca 3 sekunden zu spät…und wenn er sie endlich ins licht gesetzt hat, ist es meist so dunkel als würden wir bei kerzenlicht spielen. HAAALLLLOOO, ich würde das gesicht der schauspielerin gern sehehen!!
oder besser nicht? denn die beiden frauen…ach, ich gebs auf…kopfschuettel…das geht einfach alles gar nicht so…ich brauche nicht theaterwissenschaften zu studieren, um die junge schauspielerin unter niveau schauspielstudium jahr1 abzubuchen und die aeltere dame erinnert mich stark an barbara trommer 😕
hilfeee! ich werde mit schlechtem theater gefoltert! bitte bitte, ich bin eine theaterwissenschaftlerin – holt mich hier raus!!

anja


3 Kommentare on “putzfrauen-hass-liebe”

  1. YogSothoth sagt:

    Hui, das sieht ja aus wie bei mir zu Hause, aber ich hab keine Putzfrau…

    Diese tollen Tennisspiel-Inszenierungen kenn ich auch, die scheinen irgendwie auch zum Standard-Repertoire vom Staatstheater hier in Darmstadt zu gehören, aber die haben wenigstens professionelles Licht (immerhin…). Ich glaub, um in Bombay gutes Theater zu sehen, muss man schon hoch in den Norden ins Prithvi-Theater. Hab ich leider auch nie geschafft, weils eben doch ein Stückchen weg ist und leider meist auch in Marathi. Ich wünsch Dir trotzdem, irgendwann mal über ne gute Inszenierung in Bombay zu stolpern.

    Andy

  2. paralleluniversumanja sagt:

    ja, ich glaube auch, ich sollte mich einfach mal in ein renomiertes theater setzen, auch auf die gefahr hin, dass ich sprachlich nicht viel mitbekomme…

  3. Daniela sagt:

    Ohhhhhh. Tausend gestapelte, mit Essensresten verkrustete Gründe, sich keine Putzfrau zuzulegen. Und stell dir erst die Schande vor, wenn sie tatsächlich zuverlässig wäre, du dich an den Luxus gewöhnst und er dann eines Tages im schönen Deutschland nicht mehr da ist? Was dann?

    Aber mal was ganz anderes: Wieso stellst du nicht ein eigenes Stück auf die Beine? Mit Hilfe des MMB natürlich. Man trifft doch Schauspieler. Hast du nicht ein Lieblingsstück aus D. Sozusagen eins, dass dann auch im kulturellen Programm des MMB unterkommt? Und triffst du nicht auch Regisseure et al, denen du mal bisschen Honig in den Bart schmieren kannst (in Indien geht das super einfach)… ich weiß nicht. An deiner Stelle würde ich mal etwas ankurbeln. Wenigstens in die Richtung, dass du für so eine Theateraufführung mehr Verantwortung bekommst. Wenn du die einmal hast, ist es ganz einfach, ALLE Verantwortung (zumindest Exekutive) an sich zu reißen. Indien. Alle keine Lust. Ich denke, das wäre doch mal was…. oder?

    Na ja… hier in Borivali ist man halt noch idealistisch. Aber warum nicht? Du bist doch vom Fach!


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