holiday time is good time. family time is better time!

vorbemerkung1:hat schonmal jemand einen hund kotzen sehen? ich gestern schon und es sah seltsam aus. morgens, wie verkatert schleppte er seine pforderpfoten auf den treppen des churchgate bahnhofs und ich dachte schon, dass es wieder einer der armen köter mit irgendeiner schädigung wäre (wie es sie hier so viele gibt), als er plötzlich stehen blieb, das maul öffnete und sich auf die treppenstufen übergab. es sah aus als würde er schreien. nur ohne ton

vorbemerkung2: nochmal zur maenner frage.
ich frage mich, ob es eine verbindung gibt zwischen der chauvinistischen denkweise vieler/ der meisten/nicht aller männlichen inder hier in verbindung mit einer konservativen lebensweise (sprich: frühe heirat+kinder) und der emanzipierten versoftisierten Denkweise der „europäischen“ Männer, die sich (verstärkt in meiner Generation in harter Selbststudie erfahren) vor einer „verantwortungsbewussten“ WÜRG Beziehung, die noch nicht mal Ehe und Kinder beinhalten muss, eher fürchten…
(Gedankengänge noch im Aufbau, Meinungen erbeten)

 familie ist familie ist familie!
für diese erkenntnis musste ich eigentlich keine 6000km weit reisen, das war mir vorher schon klar(wobei die definition von derselben eine sehr strittige angelegenheit sein kann), aber in den 12 tagen, die meine liebsten zu besuch waren, hat sich diese beruhigende tatsache mal wieder verdeutlicht. manche dinge haben eben doch bestand.  ❗ so.
alle möglichen menschen um mich herum (in dtl und auch hier) fragen mich, wie es mit der familie gelaufen wäre und ich muss ehrlich sagen, dass ich darauf keine antwort weiß. klar, es war gut, aber daran hatte ich auch nie gezweifelt. aber was sonst?
den moment, als ich sie vom flughafen abholte war ich komischerweise nicht aufgeregt. ich wusste, gleich würden sie da sein und dann wäre alles gut. und das war es dann auch. (ich habe gestern ein buch angefangen zu lesen, wo ein paar beschrieben wird, welches in fernbeziehung lebt, aber in der lage ist, sofort nach dem auspacken ein klima zu erzeugen, als waeren sie nie getrennt gewesen – genauso)
ich bin sicher, dass es für meine beiden besucher nicht ganz so unaufgeregt vonstatten ging, aber ich war ganz ruhig. mal abgesehen davon holte mich eine extra georderte und ziemlich überteuerte taxifahrt, mit einem fahrer, der weder selbst lesen konnte noch meine versuche auf english und per handbewegung verstehen wollte, mich bitte zur ankunft zu bringen, auf den indischen boden zurück; nachts um vier uhr. (hilfe, meine sätze sind zu lang und verwurstet 😕 )
was soll ich also berichten? ehrlich gesagt, bin ich zu faul, zu erzaehlen „wir waren da und dann dort und dann sind wir noch dahin gefahren…“ das ist öde und ich bin kein reiseberichterstatter. sorry, da muss ich wohl enttäuschen. und private kleinigkeiten werd ich hier auch nicht breit latschen.
zu erzählen bleibt trotzdem etwas: ich habe jede sekunde genossen, die wir zusammen waren, ganz egal wo. und zusammen waren wir eigentlich viel, da wir uns nach alter ossi-manier ein zimmer im jugenherbergsstil teilten. vor dem schlafen gehen las ich eine weihnachtsgeschichte vor und wer dann noch nicht schlafen konnte hat die anderen mit heimlichen handyfotoattacken erst in die gernervtheit 😡 und dann in den lachkrampf 😆 getrieben. ferienlagerstimmung.
silvester war nicht so der brüller, aber das hatte ich auch kaum anders erwartet.
 sieht nicht gerade nach einem bombenfest aus… naaja.
das essen war sehr gut (zum glück meiner mutti!). und den rest kann man eigentlich vergessen. menschenmassen von jungen besoffenen indern (wir erinnern uns: silvester ist ein westliches fest, also keine familienfeier) und bevor ich wieder anfange, mich aufzuregen, beschränke ich mich auf stichworte: alkohol, menschenauflauf wie bei h&m zum sommerschlussverkauf (nur ohne frauen), zwei pograbschattacken auf mich und meine schwester, netter tipp eines nicht angetrunkenen herrn nach der polizei zu rufen, meine methode: abruptes umdrehen, schupsen, anbruellen (natuerlich auf deutsch, weil unsere sprache so böse klingt 😈 ) hat auch funktioniert. fazit: nie wieder!
ich habe über mich gelernt, dass ich meine familie im notfall verbal verteidigen kann und somit führerqualitaeten besitze!
ansonsten verdanke ich diesem besuch
(neben wundervollen momenten jeder art 🙂 ) die erfahrung bombay mal ein wenig als tourist zu erleben, meinen ersten versuch zu handeln (how much? – 60 rupies. – no!) sowie nun frisch aufgetankter familienenergie. ➡ man liebt mich, man denkt an mich.
was noch? abschied war nicht ganz so furchtbar wie erwartet. aber trotzdem schlimm.

noch fragen?
winke winke ans faschingsdeutschland (wer geht wo hin?)
anja


5 Kommentare on “holiday time is good time. family time is better time!”

  1. andrea sagt:

    ich hab dich lieb!

  2. bärbel sagt:

    für mich war es auch sehr sehr schön, wieder unsere vetraute „Dreieinigkeit “ – der Lauf er Dinge bringt es mit sich , dass diese in dieser Art selten werden – mit Abstand genossen habe ich unser alabendliches Retual des Geschichtenvorlesens – wer macht uns das schon nach ?????????

  3. paralleluniversumanja sagt:

    das ritual hat sich aber eben nicht konstruiert sondern spontan entwickelt! das laesst sich nicht nachmachen!
    dreieinigkeit! ist in der hinduistischen mythik trimurti, wenn ich mich nicht irre!

  4. andrea sagt:

    „dreieinigkeit“ find ich super, am besten wir sollten mal gleich ne strasse nach uns benennen! vorschläge?

    andrea

  5. paralleluniversumanja sagt:

    jaaa! die brücke am ende der lauchstaedter!!


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