von „heute hier, morgen dort“ zu „what is love?“

ich habe heute, das erste mal seit ich in mumbai bin, wirklich schlechte laune (was aufs jahr gerechnet einen guten schnitt ergibt) und da ist einfach alles kacke: das wetter, die arbeit und ueberhaupt…diese ganzen inder ueberall!! 😡

zum glück gibt es artikel wie diesen hier. wer ungefaehr so alt ist wie ich (+/- 5 jahre) oder zu lars wegas gehört wird es lieben!

augen zu, ohren auf!

anja

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schleichende selbsterkenntnis

nach wundervoll entspannenden 12 stunden schlaf ist es ein bisschen zeit fuer philosophierende reflektion…

vor ein paar tagen habe ich das erste mal, seit ich hier bin, mal wieder in meinem indischen musikordner hineingelauscht. wer mich die monate vor dem abflug erlebt hat, wird wissen, dass es eigentlich nie ohne diese musik ging. nach meiner ankunft haben mich auf der taeglichen fahrt zur arbeit, durch die strassen und zurueck eher heimatliche klaenge begleitet. jedenfalls war das ein komischer moment, den ordner musik/india zu oeffnen. ein lied anzuklicken und ab…
ganz ploetzlich fiel mir ein, was ich total verdraengt, vergessen hatte: ich befinde mich an dem ort, auf den ich fast drei jahre hingearbeitet, gefiebert und nach dem mich gesehnt habe. und dieses gefuehl der sehnsucht tauchte wieder auf, beim lauschen der musik, die mich zuvor durch die deutschen strassen, auf den weg zur arbeit und zurueck begleitet hatte.
ich glaube, es hat so lange gedauert, aber ich war froh, hier sein zu koennen! 🙂
seitdem erkenne ich mich selbst im spiegel wieder etwas besser und gehe etwas sicher durch die strassen.
wie geht das lied?bin kaum hier, bin schon dort…bin nicht da, bin schon fort…haeh, nee das ging irgendwie anders… 😕 das wollte ich mal loswerden. und eh es zu klischeeselbstsuchemaessig wird…verabschiede ich mich mit einem froehlichen: zindaggi – yeh meri hai!

anja


zeichen und wunder

ich geb auf! es reicht! genug ist genug! aus! schluss! vorbei!
ich zieh jetzt strümpfe an, mir ist kalt. subkontinent hin oder her. 😡  

zeichen und wunder…und dann gleich zwei auf dem weg zur arbeit! manchmal gehen einige leute so langsam fruehs, dass ich sie anschreien moechte: das ist hier kein spaziergaaaang!! 😡 na jedenfalls (ist der kopp dicker als der hals und die beene so jestellt, das der arsch nich runter faellt…sorry, ich konnte nicht widerstehen) versuche ich gerade wieder mich durch die menschenmassen am bahnsteig zu schlaengeln und bin dabei einen herrn links aussen zu ueberholen, als dieser volle kanne auf den steig spuckt (gottseidank ohne farbe wie beim paan oder so). puh, das ging gerade nochmal gut…knapp entkommen. ich gebe gas, um an ihm vorbei zu kommen. und, man höre und staune: er entschuldigt sich! 😯
das sieht dann so aus, dass der arm ausgestreckt (in richtung des angerichteten schadens) und dann zur brust gefuehrt wird (wenn mich nicht alles irrt gilt folgende regeln: jeher hoeher die beruehrte koerperregion, desto groesser die ehrung). kann man sich das vorstellen? ich war, ehrlich gesagt, ueberrascht…

und dann spaeter auf der mg road richtung institut (kurz nach dem stand, der fruehs immer ein raeucherstaebchen anzuendet und noch vor zottel, dem hund mit den rastazotteln am schwanz der oft vor dem „khyber-restaurant“ liegt) treffe ich auf lisa, eine aeltere hundedame. irgendwie muss man sie gern haben, ich weiss nicht warum. im vorbeilaufen sehe ich also, wie ein mann vom kiosk, neben dem sie liegt, ihr zwei kekse hinlegt!! 😯
sie stuerzt sich aber nicht auf das gefundende fressen, sondern schnuppert, fast schuechtern, erstmal vorsichtig daran. das entlockt mir doch selbst auf bombays strassen fruehs um neun ein laecheln.

auch die katzen in meinem wohnviertel wissen sich zu benehmen oder haben jede katzenunart verloren. denn es gibt eine katzenoma bei mir…oder so aehnlich. auf jeden fall ist da eine erdgeschosswohnung, wos was zu essen gibt fuer katzen, denn sie sitzen immer um das fenster herum. gestern kam ich also von der arbeit nach hause (ich passiere dieses fenster immer) und sehe sie wieder dort sitzen. es scheint zeit zum essen zu sein, denn es sind schon viele da. aber kein jaulen, kein herum gerenne…wenn ich an bela (meine ex-katze) denke und was die immer fuer einen aufstand gemacht hat! dabei konnte sie doch sicher sein, genug zu bekommen!! und hier: ein bild der stillen andacht!
fazit: tiere in mumbai sind anders.

anja


neuigkeiten

3 monate…wow…ich lebe noch. eigentlich waere jetzt bergfest oder halbzeit.
aber wie wir schon frueh gelernt haben: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
bei mir ist also noch nicht halbzeit und um es kurz zu machen: ich werde noch bis ende mai in mumbai bleiben. man schaetzt hier naemlich meine arbeit! mmhh! das bedeutet: ich werde einige geburtstage und den wunderbaren fruehling in deutschland verpassen und wies dann hier mit dem reisen aussieht, werde ich mit meinem reisepartner abstimmen muessen…aber dafuer erlebe ich noch ein paar interessante programme hier am mmb mit, werde mich im mai auf ally macbeal masse herunterschwitzen und vielleicht noch ein, zwei hochzeiten miterleben…

wobei wir beim thema waeren: how to wear a sari. erfahrungsbericht bombay. davor: dann buegel buegel falte falte (dank an priya nochmals) und dann …nicht schlecht, oder? was alles nicht richtig sitzt lasse ich mal aussen vor, es geht ja hier nicht um mich…haha!!
also, gopals sohn shiva heiratete am sonntag suvarna nach suedindischer tradition. was anscheinend bedeutet: laut und verqualmt. 😯  mir hats eigentlich ganz gut gefallen. ein bisschen kurz vielleicht, aber ich habe ja auch nur den wichtigen offiziellen teil gesehen. das bedeutet: eine aneinanderreihung von wichtigen zeremonien, deren inhalt sich mir nicht immer erschloss, aber sehr nett anzusehen war. jede menge leuten standen und sassen herum und nicht jeden schien das alles dort zu interessieren oder neu zu sein, denn nur einige standen vorn, um etwas sehen zu koennen. was ich dann gesehen habe, war in etwa das folgende
genervt haben eigentlich nicht die ganzen tanten und onkel (seltsamer weise kam ich mir nicht unwillkommen vor, ganz im gegenteil. eine nette muetterliche inderin half mir, meinen sari zu ordnen und bot mir ihren platz an, damit ich was sehen konnte…) sondern die foto und videofritzen. alles musste immer zweimal gemacht werden. einmal fuer den priester und dann nochmal fuer die kamera. die waren auch ziemlich aufdringlich. das sich das so stark etabliert hat…tsss….dabei hat priya neulich im buero zugegeben, dass man sich das eigentlich hinterher nicht mehr anguckt…geldschneiderei ist das! jawohl!!
was sonst noch?
ich habe mich gut geschlagen (glaube ich zumindest) und mein erstes nettes kompliment von einem inder bekommen. das werde ich an dieser stelle mal lobend erwaehnen, nicht das alle glauben, ich haette was gegen maenner… :mrgreen: (wens interessiert…nachdem ich versuchte, der hitze zu entkommen und mich an ein fenster an den rand zu stellen, entdeckte ich voller freude einen ventialtor, der zur aussenwand gedreht war das feuer koennte ja ausgehen und ich schmiss mich dafor, um kurz dem qualm zu entkommen als ein junger inder neben mir anerkennen ein „are wah!“ ausstiess… :mrgreen: )
nach drei stunden war alles vorbei, ich wieder zu hause und der sari wieder an den besitzer zurueck (jaya).

ich gruesse euch alle ganz lieb!! (besonders die, von denen ich so selten hoere…)
winke winke
anja


gastvortrag

 Was meine Mutti zum „Urlaub“ sagt. Fast fühlte ich mich genötigt, meine Stadt zu verteidigen… 🙄 … a la: so schlimm ists doch gar nicht… 
Ich möchte zu einigen Bemerkungen etwas sagen, lasse es aber, weil es ihr Eindruck ist und der soll auch so stehen bleiben! Vielen Dank an den Gastredner! 🙂

Anja läßt natürlich keine Ruhe und fragt an, ob ich ein paar Eindrücke aufschreiben kann. Ich möchte dieser Bitte schon ganz gern nachkommen, aber wie soll das gehen ?? Mein Kopf ist voller Gedanken, die ich noch immer nicht geordnet bekomme. Anja hat mich schon auf diese Reise irgendwie vorbereitet, aber die Realität ist etwas komplett Anderes. Ich bin auch irgendwie davon überzeugt, dass Indien ein sehr schönes Land ist; bei „Arte“ konnte ich dieser Tage dies erst wieder sehen.

Aber ich war im Mumbai. Nicht als Tourist im herkömmlichen Sinne. Ich war 12 Tage unter der Sonne ( bei ca 30´) , aber ich habe den blauen Himmel nicht gesehen ! Ich war am Meer und konnte keinen Fuss ins Wasser setzen ! Statt dessen mußte ich fast 56 Jahre alt werden, um zu sehen wie Leben ist , wenn es geprägt wird von Bergen von Müll, Dreck ohne Ende, schamlose von Respektlosigkeit geprägte Blicke von Männern gegenüber von Frauen , Menschen deren gesamtes Leben auf der Staße abläuft, Kinderarbeit, Bettlern und immer wieder diese Armut… Und alles ist so selbstverständlich, wie ein kleines Beispiel zeigt:

Wir gehen sorglos an der Strandpromenede spazieren, plötzlich hält neben uns ein Fahrzeug, ein Inder steigt aus. In der Hand hält er einen prallgefüllten Müllbeutel. Plötzlich fliegt dieser Müllbeutel in seiner ganzen “  Pracht  “ im hohen Bogen ins Meer. Der Fahrer steigt in seinen Wagen und fährt weg.Mit dem Mund offen bleiben wir stehen und denken …ups was war das….  Es war Alltag !!!!!!!!

Und troztdem gab es Wunder. Es sind die Menschen !!!!!!!! Viele haben immer ein schönes Lächeln im Gesicht ! Wo in unserer Wohlstandsgesellschaft finden wir dies im Alltag ! Grau sind alle Grübchen………… Und was es mir besonders angetan hat sind die Unmengen von sehr sehr schönen Saris… Wie schön kann Farbe sein ! Ich denke überhaupt, dass indische Frauen sehr schön sind, auch ohne diese endlose Chemie ( sie haben sie z.Teil auch )  im Gesicht.
Dieses Lächeln findet man auch bei den Menschen, die einem jeden Dreck ( im Hotel z. B. ) wegräumen , die Anderen  auf der Strasse die Schuhe putzen, auch bei denen, die auf der Strasse leben ! Eigentlich wollte ich diese Momente viel mehr im Foto festhalten, aber mein Schamgefühl hat mir jedesmal wieder einen Streich gespielt.
So gibt es viele Fotos von der Straße allgemein. Wunderschöne sehr alte Häuser , die vor sich her gammeln. Aufgerissene Straßen , die nie fertig werden- obwohl sehr schöne Steine auf eine Verarbeitung warten .  Baugerüste , die an den Häusern schon angewachsen scheinen. Davon kann Anja eine Auswahl treffen und bei Bedarf ins Netz stellen.

Eine Erwähnung wert sind auch die legendären Taxis und Züge . Sie sind aus einem anderen Jahhundert, keine Frage . Aber wer hat schon ein Taxi auf den Felgen fahren sehen…ich  ! Ein gesondertes Themenfeld ist das lebensgefährliche Bewegen von einer Straßenseite auf die Andere. Zumindest  für Leute wie ich es bin. Aber auch hier gilt , technische Errungenshaften  oder irgendwelche Sicherheitsstandats was ist das – aber es geht !

Erstaunlich in all dem Dreck, Müll und dieser unendlich lauten Stadt sind die Oasen der Selben. Ich meine die gepflegten Parks , die UNI oder die Museen oder Einrichtungen wie z.B.das Goetheinstitut mit seinem kulturellen Angebot aus Deutschland. Und ..Essen, essen gehen kann man  sehr gut ( auch auf den Preis bezogen ). Eis, das Eis schmeckt köstlich …………an einer bestimmten Stelle

Ich möchte nun aufhöhren.Es gilt sehr viel mehr zu erzählen, die Reise war für mich sehr ungewöhnlich so wie das Land und ich brauche noch einige Zeit, um meine Eindrücke zu verarbeiten. Einiges wird lange in meinem Gedächtnis bleiben.


holiday time is good time. family time is better time!

vorbemerkung1:hat schonmal jemand einen hund kotzen sehen? ich gestern schon und es sah seltsam aus. morgens, wie verkatert schleppte er seine pforderpfoten auf den treppen des churchgate bahnhofs und ich dachte schon, dass es wieder einer der armen köter mit irgendeiner schädigung wäre (wie es sie hier so viele gibt), als er plötzlich stehen blieb, das maul öffnete und sich auf die treppenstufen übergab. es sah aus als würde er schreien. nur ohne ton

vorbemerkung2: nochmal zur maenner frage.
ich frage mich, ob es eine verbindung gibt zwischen der chauvinistischen denkweise vieler/ der meisten/nicht aller männlichen inder hier in verbindung mit einer konservativen lebensweise (sprich: frühe heirat+kinder) und der emanzipierten versoftisierten Denkweise der „europäischen“ Männer, die sich (verstärkt in meiner Generation in harter Selbststudie erfahren) vor einer „verantwortungsbewussten“ WÜRG Beziehung, die noch nicht mal Ehe und Kinder beinhalten muss, eher fürchten…
(Gedankengänge noch im Aufbau, Meinungen erbeten)

 familie ist familie ist familie!
für diese erkenntnis musste ich eigentlich keine 6000km weit reisen, das war mir vorher schon klar(wobei die definition von derselben eine sehr strittige angelegenheit sein kann), aber in den 12 tagen, die meine liebsten zu besuch waren, hat sich diese beruhigende tatsache mal wieder verdeutlicht. manche dinge haben eben doch bestand.  ❗ so.
alle möglichen menschen um mich herum (in dtl und auch hier) fragen mich, wie es mit der familie gelaufen wäre und ich muss ehrlich sagen, dass ich darauf keine antwort weiß. klar, es war gut, aber daran hatte ich auch nie gezweifelt. aber was sonst?
den moment, als ich sie vom flughafen abholte war ich komischerweise nicht aufgeregt. ich wusste, gleich würden sie da sein und dann wäre alles gut. und das war es dann auch. (ich habe gestern ein buch angefangen zu lesen, wo ein paar beschrieben wird, welches in fernbeziehung lebt, aber in der lage ist, sofort nach dem auspacken ein klima zu erzeugen, als waeren sie nie getrennt gewesen – genauso)
ich bin sicher, dass es für meine beiden besucher nicht ganz so unaufgeregt vonstatten ging, aber ich war ganz ruhig. mal abgesehen davon holte mich eine extra georderte und ziemlich überteuerte taxifahrt, mit einem fahrer, der weder selbst lesen konnte noch meine versuche auf english und per handbewegung verstehen wollte, mich bitte zur ankunft zu bringen, auf den indischen boden zurück; nachts um vier uhr. (hilfe, meine sätze sind zu lang und verwurstet 😕 )
was soll ich also berichten? ehrlich gesagt, bin ich zu faul, zu erzaehlen „wir waren da und dann dort und dann sind wir noch dahin gefahren…“ das ist öde und ich bin kein reiseberichterstatter. sorry, da muss ich wohl enttäuschen. und private kleinigkeiten werd ich hier auch nicht breit latschen.
zu erzählen bleibt trotzdem etwas: ich habe jede sekunde genossen, die wir zusammen waren, ganz egal wo. und zusammen waren wir eigentlich viel, da wir uns nach alter ossi-manier ein zimmer im jugenherbergsstil teilten. vor dem schlafen gehen las ich eine weihnachtsgeschichte vor und wer dann noch nicht schlafen konnte hat die anderen mit heimlichen handyfotoattacken erst in die gernervtheit 😡 und dann in den lachkrampf 😆 getrieben. ferienlagerstimmung.
silvester war nicht so der brüller, aber das hatte ich auch kaum anders erwartet.
 sieht nicht gerade nach einem bombenfest aus… naaja.
das essen war sehr gut (zum glück meiner mutti!). und den rest kann man eigentlich vergessen. menschenmassen von jungen besoffenen indern (wir erinnern uns: silvester ist ein westliches fest, also keine familienfeier) und bevor ich wieder anfange, mich aufzuregen, beschränke ich mich auf stichworte: alkohol, menschenauflauf wie bei h&m zum sommerschlussverkauf (nur ohne frauen), zwei pograbschattacken auf mich und meine schwester, netter tipp eines nicht angetrunkenen herrn nach der polizei zu rufen, meine methode: abruptes umdrehen, schupsen, anbruellen (natuerlich auf deutsch, weil unsere sprache so böse klingt 😈 ) hat auch funktioniert. fazit: nie wieder!
ich habe über mich gelernt, dass ich meine familie im notfall verbal verteidigen kann und somit führerqualitaeten besitze!
ansonsten verdanke ich diesem besuch
(neben wundervollen momenten jeder art 🙂 ) die erfahrung bombay mal ein wenig als tourist zu erleben, meinen ersten versuch zu handeln (how much? – 60 rupies. – no!) sowie nun frisch aufgetankter familienenergie. ➡ man liebt mich, man denkt an mich.
was noch? abschied war nicht ganz so furchtbar wie erwartet. aber trotzdem schlimm.

noch fragen?
winke winke ans faschingsdeutschland (wer geht wo hin?)
anja


das aktuellste zuerst

puh…was für eine woche…ich bin total kaputt.
nein, eigentlich bin ich (trotz übermüdung) ziemlich erfrischt, denn: ich habe die zeit im theater verbracht! 🙂

pina bausch was in town! so sieht sie aus (daneben wieder die unermüdliche jayashree) und auch ich habe einen wichtigen beitrag zur performance geleistet: ich habe gebügelt!

zur performance selbst kann ich nicht so viel sagen, denn ich habe auf der seitenbühne geholfen. nicht so schlimm, da fühle ich mich eh am wohlsten! und die interessantesten sachen passieren eh dort. vorn kunst, hinten spass!
worüber ich mich allerdings mal ganz furchtbar aufregen muss ich dieses theater!! 😡 da kommen mir manche der chaotischen tage im schauspiel le wie das reinste paradies vor. die lieblingsfloskel dieser tage wurde: please confirm!
ich konnte allerdings nicht feststellen, ob es sich bei dieser (formulieren wir es diplomatisch) relativ unkooperativen arbeitsweise um „die inder“ an sich handelte oder ob dieses theater einfach dringend general überholt werden muss…
aber wir sehen es von der interessanteren seite: ich habe wieder etwas über mich selbst gelernt. hiermit kündige ich also an, dass ich demnächst einen inder verprügeln werde. irgendeinen. denn ich stelle etwas erstaunt fest, dass ich dieses vulgäre respektslose hormonell überladende assoziale geglotze nicht mehr lange ertrage! es war unglaublich, mit welcher schamlosigkeit sich die indischen techniker direkt neben die tänzerinnen stellten, um sie beim umziehen anzuglotzen!!!
meine emanzipatorische seele füllt sich nicht mehr nur gekränkt sondern inzwischen auch aufgerufen, dass nicht mehr hinzunehmen! frauen aller länder: vereinigt euch!

ansonsten hatte ich eine wunderbare zeit und wurde wiedermal in dem glauben bestärkt, dass theaterarbeit (in welcher form oder an welchem ort auch immer) einfach mein ding ist! na wenigstens was, oder?

und nochwas gutes hatte die ganze sache: ich hatte kaum zeit, über den abschied von meiner familie allzu lange traurig zu sein. aber dazu beim nächsten mal mehr…

anja

PS: pina bausch im almodovars film
http://www.youtube.com/watch?v=DD8ragxwOMI
es ist schon komisch einige bekannte gesichter zu entdecken. ach, und da fehlt mir auch spanien irgendwie wieder. ich muss doch spanisch lernen und losziehen. josef, kannst du mich unterrichten?
@andrea: haben wir den nicht zusammen geguckt?