opium fuers volk


heute nacht (oder besser heute frueh) bin ich wieder zur selben zeit aufgewacht wie neulich und jetzt sagt mir doch mal jemand, was ich von folgendem zu halten habe: wieder der toilettengang (ich muss aufpassen, dass das nicht zur gewohnheit wird, die wird man naemlich ganz schwer wieder los). diesmal gottseidank ohne unfall. dann wieder ins bett und was hoere ich? ja, ihr habts erraten…AALLAAAAAHHH…oh neee! 😡
aber es kam noch besser. nachem die muslime den tag begruesst hatten und endlich wieder ruhe eingekehrt war, hoerte ich ein schring bums schring bums. erst dachte ich, ich traeume, es klang wie ein schlechtes klischee einer „hare krishna gruppe“, aber nein, ich hab dann aus dem fenster gesehen, weil der von gesang begleitete marsch immer wieder lauter und dann leiser wurde…tatsaechlich ging einer gruppe von vielleicht 10-15 indern durch die ecken meines wohnviertels 😯 (man muss sich vorstellen, dass ich einem recht abgegrenzten areal wohne, mit tor plus obligatorischen wachmann und dementsprechend kleinen strassen zwischen den numerierten haeusern)und, keine ahnung was sie taten: pilgertour, protestmarsch, friedensfahrt oder festveranstaltung? was veranlasst inder am samstag gegen sechs durch die strassen zu laufen? wenn jemand fuer aufklaerung sorgen koennte,waere ich sehr dankbar! vielleicht leide ich auch einfach nur unter halluzinationen…

dann war ich heute schon ein wenig mit babloo unterwegs (ich habe fotos gemacht, aber wieder versaeumt, eines mit ihm zu machen…next time!) ich wollte mir endlich mal den shivaji park angucken, der nicht weit von meinem viertel ist. man muss wissen, dass „park“ nicht im geringsten was mit unseren (europaeischen) vorstellungen desselben zu tun hat.
meiner erfahrung nach, handelt es sich meistens um eine feldartige freiflaeche auf der cricket gespielt wird, umringt von einer paar baeumen und sitzen. die leute treffen sich, haben ein paar snacks und spielen cricket. ganz nett manchmal, oft aber auch einfach wie die der jungendtreff vor mcdoof.
jedenfalls sind wir erst noch fisch essen gegangen, denn mitten im shivaji park (der ziemlich gross ist) fand gerade ein „political event“ statt. das ganze verhaelt sich aehnlich wie eine ikonenhaft inszenierte theatervorstellung: riesige buehne mit ueberdimensionalen aufstellern, der hauptsprecher, die in heroischer pose in die zukunft (also den himmel) weisen. davor jede menge stuhle und ueberall fahnen. „opium fuers volk“ 😐
ob die essensausgabe jedes wochenende stattfindet oder auch extra organisiert war, weiss ich nicht, aber die (in geschlechter getrennte) schlange davor war seeeeeeeeeeeeeehhrrr lang.
welche partei sprach, ist anhand der unmenge von parteien hier immer schwer zu sagen, die blaue mit dem elefantenlogo…das ist alles, was ich weiss.

wir waren dann doch ein bisschen unterwegs und haben gleich um die ecke ein wirklich sehr schoenes (und saubres!) freibad entdeckt. ich waere am liebsten sofort reingesprungen, aber man muss da irgendwie mitglied sein…toll!! ich will nicht mitglied sein, ich will schwimmen!!

war eigentlich sonst ganz nett dort, die fotos lade ich demnaechst hoch…sind nicht viele.

heute geht gleich noch zum filmscreening, wie jeden samstag im institut. und morgen erwartet mich das wundertolle taj land’s end hotel in bandra zum konzert von „cafe du sport“. mal sehen, mir ist gerade so gar nicht nach jazz….

wuensche euch ein schoenes wochenende!

anja


2 Kommentare on “opium fuers volk”

  1. Daniela sagt:

    … hast du den Umzug gesehen? Am 24./25. war ja grosser Andrang zum Heiraten. Irgendeine besonders guenstige Planetenkonstellation. Wir haben gestern ueberall barats und Festzelte gesehen. Ich denke, jedes ungebaute Stueck Land wurde mal fix mit Teppich ausgelegt, um die vielen Hochzeiten beherbergen zu koennen. Halb sechs ist natuerlich keine Zeit fuer eine barat, was eigentlich Abends stattfindet, aber wer weiss…. viele communities, viele tradtionen. Habt ihr eigentlich einen Tempel in der Naehe?

    In Delhi war Essensausgabe immer Dienstags (irgendwas mit Hanuman, der Zusammenhang ist mir nicht bewusst), und da konnte jeder Essen an Arme austeilen, dem danach war, unabhaengig von politischen Parteien. Die standen dann mit ihrem Kochtopf z.B. beim Connaught Place vor dem Hanuman Tempel und haben ihre Tellerchen ausgeteilt. Es kann sozusagen jeder einen Beitrag leisten, der den Drang dazu verspuert.

    LG
    Daniela

  2. paralleluniversumanja sagt:

    welchen speziellen umzug meinst du?
    ja, es gab eine menge hochzeiten ueberall. ich wuerde ja wirklich gern mal einer dabei sein!
    tempel? in der naehe vom institut oder in mahim? ehrlich gesagt, weiss ich das gar nicht. in der naehe meines heimes ist auf jeden fall eine moschee 😉 und sicher auch irgendwo ein tempel, aber ich schreite im entdecken meines „kiezes“ sehr langsam voran, nachdem ich beim ersten versuch aufs uebelste angeglotzt und mich spruechen belegt wurde, die ich zumglueck nicht verstand (genau das geschah in der naehe der moschee!!! 😡 ).


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