Verfasst von: paralleluniversumanja | April 23, 2008

ohne titel (schonwieder)

die mutter einer arbeitskollegin ist letzten freitag verstorben. neben zwei hochzeiten und einer brahmanenzeremonie nun also eine andere „erfahrung“ in religiöser hinsicht, denn die kollegin ist parsi.

dazu muss ich kurz nochmal einen mehr als erstaunlichen einschub machen. auf der suche nach mehr informationen im internet, stiess ich auf eine wirklich ueberraschende: freddie mercury wurde als Farrokh Bulsara  in eine parsifamilie geboren!! :shock: wer haette das gedacht! und wieder was gelernt…

jedenfalls halten sich die parsen (die wesentlich fuer das boomen von mumbai verantwortlich waren), was ihre rituale angeht, sehr bedeckt. sie wohnen in  einigen wenigen kolonien der stadt.
am spektakulaersten sind wahrscheinlich die „tower of silence“ (türme des schweigens), in denen traditionell die toten nicht begraben oder verbrannt werden, sondern (jetzt mag man mich gern berichtigen, wenn ich das nicht richtig formuliere) offen verwahrt werden, um dann von aasvoegeln gefressen zu werden. das hat frueher wohl sehr effizient als eine art recycling funktioniert. jedoch gibts es in den letzten jahren besonders in mumbai (wo der grossteil der parsen wohnen) immer weniger voegel dieser art. (wundert mich nicht, bei der smogglocke)…naja, ich will mich jetzt hier nicht allzuweit auf unbekanntes terrain vorwagen. man hat eine vorstellung.
es gibt kaum oder keine aktuellen bilder der tuerme und nicht-parsen sind dort auch nicht zugelassen. gesprochen wird sowieso eher weniger darueber.

umso neugieriger lausche ich natuerlich jeder information….und fuehle mich gleichzeitig schlecht, weil ich aus reiner neugierde an der fremden kultur…naja…ist halt eine gradwanderung. zwischen mitgefuehl und wissensdurst sozusagen. :neutral:
auf jeden fall beneide ich menschen, die sich in festen religionsgemeinschaften befinden gelegentlich um ihre rituale, die manchmal, nicht immer einen halt geben in solchen situationen.
sie hat nach der beerdigung mehrere tage und naechte mit gebeten und ritualen direkt an den tuermen verbracht (das sieht man ihr auch an). es gibt dann einen bestimmten tag, an dem wieder fleisch gegessen wird (lamm). vorher wird gefastet, glaube ich.

fuer mehr zeit ist heute nicht.

hatte mir eigentlich auch einen ausfuehrlichen beitrage zum thema „starren“ vorgenommen. hoffentlich wirds was…

anya


Antworten

  1. Wann kommt denn der Starrer-Bericht?


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