Verfasst von: paralleluniversumanja | Januar 26, 2008

schleichende selbsterkenntnis

nach wundervoll entspannenden 12 stunden schlaf ist es ein bisschen zeit fuer philosophierende reflektion…

vor ein paar tagen habe ich das erste mal, seit ich hier bin, mal wieder in meinem indischen musikordner hineingelauscht. wer mich die monate vor dem abflug erlebt hat, wird wissen, dass es eigentlich nie ohne diese musik ging. nach meiner ankunft haben mich auf der taeglichen fahrt zur arbeit, durch die strassen und zurueck eher heimatliche klaenge begleitet. jedenfalls war das ein komischer moment, den ordner musik/india zu oeffnen. ein lied anzuklicken und ab…
ganz ploetzlich fiel mir ein, was ich total verdraengt, vergessen hatte: ich befinde mich an dem ort, auf den ich fast drei jahre hingearbeitet, gefiebert und nach dem mich gesehnt habe. und dieses gefuehl der sehnsucht tauchte wieder auf, beim lauschen der musik, die mich zuvor durch die deutschen strassen, auf den weg zur arbeit und zurueck begleitet hatte.
ich glaube, es hat so lange gedauert, aber ich war froh, hier sein zu koennen! :)
seitdem erkenne ich mich selbst im spiegel wieder etwas besser und gehe etwas sicher durch die strassen.
wie geht das lied?bin kaum hier, bin schon dort…bin nicht da, bin schon fort…haeh, nee das ging irgendwie anders… :? das wollte ich mal loswerden. und eh es zu klischeeselbstsuchemaessig wird…verabschiede ich mich mit einem froehlichen: zindaggi – yeh meri hai!

anja


Antworten

  1. ich verstehe genau was du meinst! mir geht es genauso, wenn ich spanische musik höre, am besten solche die ich in madrid kennengelernt habe. dann kommt so ein gefühl von reisen, weg sein, anderswo leben, das ganz klasse ist! und hat es dich einmal gepackt, bist du verloren für immer.
    ach du gott, das thema macht wirklich gefühlsfaselig…!
    andrea

    PS: aber schön ist es trotzdem!

  2. gefühlsfaselig ist das richtige wort, ach ihr zwei lieben

  3. danke fürs verstehen! :)
    ja, reisen ist im moment leider nicht so und der fiese alltag nimmt auch viel von dem exotischen erlebnis weg. leider!
    NIEDER MIT ALLTAG!! (also zumindest vorübergehend)

  4. Heute hier,
    morgen dort,
    bin kaum da,
    muss ich fort.
    Werde ich nie vergessen. Musste ich zur Musik-Leistungskontrolle singen. Melodie vergessen. Totale Niete. Mir wurde geraten, niemals eine Sängerkarriere anzustreben. Boah, bei dem Lied werden Erinnerungen wach.

    Übrigens erinnert mich dein Text an folgendes Zitat:
    „Ask yourself whether you are happy and you cease to be so“. John Stuart Mill

  5. aaahh…genauso wars. melodie weiss ich noch. singen wir dann beim naechsten kaffee zusammen! ;)

  6. Erinnere mich bloss nicht an Montag! Das war dann naemlich gegen Ende wirklich nicht mehr mein Tag. Wenn man im vollen Local steckt und sich ploetzlich, ganz ploetzlich Broeckelhusten anmeldet, nehmen diese elenden Zuege gleich ganz neue Dimensionen an! Auesserst peinlich.


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